Albrecht Geck

Albrecht Geck (* 5. Juni 1962 in Recklinghausen) ist ein deutscher evangelischer Theologe, Lehrer und Hochschullehrer.

Leben

Nach dem Abitur am Gymnasium Petrinum in Recklinghausen (Abiturientia 1981) studierte Albrecht Geck Evangelische Theologie, Religionspädagogik, Philosophie und Englisch an der Philipps-Universität in Marburg, der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und am Ripon College Cuddesdon in Oxford (GB). Er absolvierte sein erstes und zweites Staatsexamen (Sek I/II) in den Fächern ev. Religionslehre und Englisch. Seitdem arbeitete er als Lehrer an Realschulen und Gymnasien, seit 2004 am Pestalozzi-Gymnasium Herne. 1994 promovierte Geck zum Dr. theol. mit einer kirchengeschichtlichen Arbeit über Schleiermacher als Kirchenpolitiker.

Vom Wintersemester 1996/97 bis zum Sommersemester 2004 war er Lehrbeauftragter für Kirchengeschichte sowie Kirchengeschichte und ihre Didaktik an der Universität Dortmund, der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum und der Ruhr-Universität Bochum. Seit dem Sommersemester 2008 ist er an der Universität Osnabrück als Lehrbeauftragter für Historische Theologie (Kirchen-, Dogmen- und Konfessionsgeschichte) tätig, wo er sich 2008 im Fach Kirchengeschichte habilitierte und im selben Jahr die Position eines Privatdozenten für Kirchengeschichte erhielt. 2012 wurde er zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Osnabrück ernannt. Seit 2010 ist er zudem ehrenamtlicher Leiter des Instituts für Kirchliche Zeitgeschichte des Kirchenkreises Recklinghausen (IKZG-RE). Vom Wintersemester 2014/15 bis zum Wintersemester 2015/16 nahm er eine Vertretungsprofessur für Systematische Theologie am Institut für Evangelische Theologie der Universität Osnabrück wahr.

Von 2009 bis 2022 war Geck 1. Stellvertretender Vorsitzender des Vereins für Westfälische Kirchengeschichte und Mitherausgeber des Jahrbuchs für Westfälische Kirchengeschichte. Seit 2013 ist er Mitglied der Kommission für Kirchliche Zeitgeschichte der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Seit Juni 2023 ist er Kreissynodalarchivpfleger des Kirchenkreises Recklinghausen.

Geck forschte unter anderem über Karl Bauer (1868–1942) als den aktivsten Porträtisten Martin Luthers im 20. Jahrhundert. In seinem Aufsatz Von Cranach zur BILD-Zeitung (2014) legte er Grundlagen einer Kirchen- und Kulturgeschichte der letzten 500 Jahre im Spiegel von Lutherbildnissen. Geck kuratierte im Jahr des Reformationsjubiläums 2017 die Ausstellungen Von Cranach zur BILD-Zeitung und Luther im Visier der Bilder.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Kirchen- und Theologiegeschichte (Historische Theologie)

Religionsdidaktik (Kirchengeschichtsdidaktik)

Herausgeberschaften

Bücher

Zeitschriften und Reihen

Einzelnachweise

  1. ↑ PD Dr. Albrecht Geck übernimmt die Leitung des Instituts für Kirchliche Zeitgeschichte des Kirchenkreises Recklinghausen und des Kirchenkreismuseums, abgerufen am 2. Dezember 2019.
  2. ↑ https://www.vwkg.de/verein/vorstand/
  3. ↑ Albrecht Geck: „Luther als Persönlichkeit“. Die Lutherbildnisse Karl Bauers (1868-1942) und das Selbstverständnis des Protestantismus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (2011). In: Zeitschrift für Neuere Theologiegeschichte. S. 251–280.
  4. ↑ Albrecht Geck: Von Cranach zur BILD-Zeitung – 500 Jahre Lutherbildnisse als Spiegel der Kirchen- und Kulturgeschichte. In: Elisabeth Dörk (Hrsg.): Reformatio in Nummis. Luther und die Reformation auf Münzen und Medaillen. Schnell + Steiner, Regensburg 2014, ISBN 978-3-7954-2900-3, S. 78–103.
  5. ↑ Von Cranach zur BILD-Zeitung - mobile Lutherausstellung des IKZG-RE. (Memento vom 29. Januar 2018 im Internet Archive) Abgerufen am 26. Februar 2018
  6. ↑ Abschlussveranstaltung zur Ausstellung „Luther im Visier der Bilder“. Lokalkompass Recklinghausen, 18. Januar 2018. Abgerufen am 26. Februar 2018
Personendaten
NAME Geck, Albrecht
KURZBESCHREIBUNG deutscher evangelischer Theologe
GEBURTSDATUM 5. Juni 1962
GEBURTSORT Recklinghausen