Albuca

Albuca

Albuca shawii

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Unterfamilie: Scilloideae
Gattung: Albuca
Wissenschaftlicher Name
Albuca
L.

Albuca ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Die etwa 150 Arten sind von der Arabischen Halbinsel über Afrika mit dem Verbreitungsschwerpunkt im Südlichen Afrika verbreitet.

Beschreibung

Illustration aus Les liliacees von Albuca abyssinica
Habitus und Blütenstand von Albuca bakeri
Blüte von Albuca bracteata
Illustration aus Curtis's Botanical Magazine, 804 von Albuca canadensis
Blütenstand von Albuca caudata
Dreizählige Blüten von Albuca humilis
Albuca seineri
Illustration aus Curtis's Botanical Magazine, Tafel 1481 von Albuca setosa
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Albuca spiralis
Illustration aus Curtis's Botanical Magazine von Albuca unifolia

Vegetative Merkmale

Die Albuca-Arten sind ausdauernde, krautige Pflanzen. Diese Geophyten wachsen mit variablen, unter- oder oberirdischen Zwiebeln, die in der Regel kugelförmig und nur selten niedergedrückt-kugelförmig sind. Die ziegelig angeordneten Zwiebelschuppen sind fleischig.

Die vor den Blüten erscheinenden, einziehenden oder selten immergrünen Laubblättern sind rosettig angeordnet. Die einfachen Blattspreiten sind sehr variabel gestaltet, stielrund bis abgeflacht und gerade oder bogenförmig.

Generative Merkmale

Der Blütenstandsschaft ist mit spitz zulaufenden Hochblättern (Brakteen) versehen. Die aufrechten oder nickenden Blüten sind in traubigen Blütenständen angeordnet. Die aufrechten Blütenstiele sind unterschiedlich lang.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig. Ihre sechs bandförmigen Blütenhüllblätter sind grün, weiß oder gelb mit einem grünen Mittelstreifen. Die drei äußeren, ausgebreiteten Perigonblätter sind nicht miteinander verwachsen. Die inneren Perigonblätter sind kapuzenartig zusammengezogen und bedecken die Staubblätter und den Fruchtknoten. Sie besitzen eine große, endständige Drüse. Von den sechs Staubblättern sind alle fruchtbar oder die drei äußeren sind steril. Die Staubfäden sind an ihrer Basis verbreitert und bedecken den Fruchtknoten. Die länglichen, beweglichen Staubbeutel sind intrors. Der längliche, oberständige Fruchtknoten ist dreifächrig, die Plazentation zentralwinkelständig. Der Griffel ist verkehrt konisch-prismatisch, die Narbe kopfig oder konisch mit drei dreieckigen gefransten Zipfeln.

Die eiförmig-dreikantigen, lokuliziden Kapselfrüchte sind dreifächrig. Die flachen Samen sind schwarz und glänzend.

Systematik und Verbreitung

Die Gattung Albuca ist von Afrika bis zur Arabischen Halbinsel verbreitet. Ihr Verbreitungsschwerpunkt ist mit 128 Arten das Südliche Afrika.

Die Gattung Albuca wurde durch Carl von Linné 1762 in der zweiten Auflage von Species Plantarum aufgestellt. Der botanische Name der Gattung Albuca leitet sich vom lateinischen Wort albucus für ‚Affodill‘ ab und verweist auf die Ähnlichkeit einiger Arten mit Affodill. Synonyme für Albuca L. sind: Albugoides Medik., Stellarioides Medik., Coilonox Raf., Ethesia Raf., Nemaulax Raf., Trimelopter Raf., Ardernia Salisb., Branciona Salisb., Falconera Salisb., Monotassa Salisb., Osmyne Salisb., Pallastema Salisb., Taeniola Salisb., Urophyllon Salisb., Igidia Speta.

Die Gattung Albuca gehört zur Tribus Ornithogaleae in der Unterfamilie Scilloideae innerhalb der Familie Asparagaceae. Sie wurde in die Familien Hyacinthaceae sowie Liliaceae gestellt.

Die Gattung Albuca umfasst etwa 150 Arten:

Nachweise

Literatur

Einzelnachweise

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  2. ↑ Carl von Linné: Species Plantarum. 2. Auflage, Band 1, Lars Salvius, Stockholm 1762, S. 438 (Eingescannt bei biodiversitylibrary.org).
  3. ↑ Albuca im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
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  5. ↑ J. C. Manning, P. Goldblatt: HYACINTHACEAE: Albuca gariepensis (Ornithogaloideae), a new species of A. subgen. Namibiogalum from Gordonia, South Africa, and A. prasina transferred to Ornithogalum. In: Bothalia, Volume 41, Issue 2, 2011, S. 314–319.
Commons: Albuca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien