| Aldermanit | |
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| Allgemeines und Klassifikation | |
| IMA-Nummer |
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| IMA-Symbol |
Adm |
| Chemische Formel |
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| Mineralklasse (und ggf. Abteilung) |
Phosphate, Arsenate und Vanadate |
| System-Nummer nach Lapis-Systematik (nach Strunz und Weiß) Strunz (9. Aufl.) Dana |
VII/D.17-010 8.DE.35 42.13.01.01 |
| Kristallographische Daten | |
| Kristallsystem | monoklin |
| Kristallklasse; Symbol | monoklin-prismatisch; 2/m |
| Raumgruppe | P21/c (Nr. 14) |
| Gitterparameter | a = 13,524(3) Å; b = 9,958(2) Å; c = 7,013(1) Å β = 97,40(3)° |
| Formeleinheiten | Z = 2 |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mohshärte | ≈ 2 |
| Dichte (g/cm3) | berechnet: 2,0 bis 2,15 |
| Spaltbarkeit | nicht beobachtet |
| Bruch; Tenazität | spröde |
| Farbe | farblos bis weiß |
| Strichfarbe | weiß |
| Transparenz | durchsichtig bis durchscheinend |
| Glanz | Perlglanz, schwacher Glasglanz |
| Kristalloptik | |
| Brechungsindex | n = 1,500 |
| Doppelbrechung | δ = 0,000 |
| Optischer Charakter | zweiachsig |
Aldermanit ist ein sehr selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Phosphate, Arsenate und Vanadate“ mit der chemischen Zusammensetzung [Mg(H2O)6][Na(H2O)2Al3(PO4)2(OH)6]·H2O und damit chemisch gesehen ein komplexes wasserhaltiges Magnesium-Natrium-Aluminium-Phosphat mit zusätzlichen Hydroxidionen.
Aldermanit kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem und findet sich meist in Form faseriger oder flockenartiger Mineral-Aggregate, die eine gewisse Ähnlichkeit mit Talk haben. Selten entwickelt er jedoch auch dünntafelige bis prismatische, radialstrahlig angeordnete Kristalle von wenigen Millimetern Größe. In reiner Form ist Aldermanit farblos und durchsichtig. Durch vielfache Lichtbrechung aufgrund von Gitterbaufehlern oder polykristalliner Ausbildung kann er aber auch weiß erscheinen, wobei die Transparenz entsprechend abnimmt.
Erstmals entdeckt wurde Aldermanit im Phosphat-Steinbruch „Moculta“ bei Angaston im Barossa Valley in Südaustralien. Die Analyse und Erstbeschreibung erfolgte durch Ian R. Harrowfield, Edgar Ralph Segnit und John. A. Watts, die das Mineral nach Arthur Richard Alderman (1901–1980), dem ehemaligen Professor für Geologie und Mineralogie an der University of Adelaide, benannten. Die chemische Zusammensetzung gaben die Mineralogen mit Mg5Al12(PO4)8(OH)22·nH2O (mit n ≈ 32) an.
Harrowfield, Segnit und Watts sandten ihre Untersuchungsergebnisse und den gewählten Namen 1980 zur Prüfung an die International Mineralogical Association (interne Eingangsnummer der IMA: 1980-044), die den Aldermanit als eigenständige Mineralart anerkannte.
Neuere Analysen durch Peter Elliot, Ian E. Grey und Anthony C. Willis, die 2021 publiziert wurden, zeigten allerdings, dass auch Natrium ein essentieller Bestandteil der Formel von Aldermanit ist. Zudem konnte die Kristallstruktur entschlüsselt werden. Chemische Formel und Struktur des Minerals wurden daher neu definiert und diese Neudefinition nach Prüfung durch die IMA (Antrag 20-I) noch im gleichen Jahr anerkannt. Das Mineral wird seitdem in der „Liste der Minerale und Mineralnamen“ der IMA unter der Summenanerkennung „2021 s.p.“ (special procedure) geführt.
Da der Aldermanit erst 1980 als eigenständiges Mineral anerkannt wurde, ist er in der seit 1977 veralteten 8. Auflage der Mineralsystematik nach Strunz noch nicht verzeichnet.
In der zuletzt 2018 überarbeiteten Lapis-Systematik nach Stefan Weiß, die formal auf der alten Systematik von Karl Hugo Strunz in der 8. Auflage basiert, erhielt das Mineral die System- und Mineralnummer VII/D.17-010. Dies entspricht der Klasse der „Phosphate, Arsenate und Vanadate“ und dort der Abteilung „Wasserhaltige Phosphate, mit fremden Anionen“, wo Aldermanit als einziges Mitglied eine unbenannte Gruppe mit der Systemnummer VII/D.17 bildet.
Die von der International Mineralogical Association (IMA) zuletzt 2009 aktualisierte 9. Auflage der Strunz’schen Mineralsystematik ordnet den Aldermanit ebenfalls in die Abteilung „Phosphate usw. mit zusätzlichen Anionen; mit H2O“ ein. Diese ist allerdings weiter unterteilt nach der relativen Größe der beteiligten Kationen und dem Stoffmengenverhältnis der zusätzlichen Anionen zum Phosphat-, Arsenat- bzw. Vanadatkomplex. Das Mineral hier entsprechend seiner Zusammensetzung in der Unterabteilung „Mit ausschließlich mittelgroßen Kationen; (OH usw.) : RO4 = 3 : 1“ zu finden, wo es als einziges Mitglied eine unbenannte Gruppe mit der Systemnummer 8.DE.35 bildet.
In der vorwiegend im englischen Sprachraum gebräuchlichen Systematik der Minerale nach Dana hat Aldermanit die System- und Mineralnummer 42.13.01.01. Das entspricht ebenfalls der Klasse der „Phosphate, Arsenate und Vanadate“ und dort der Abteilung und gleichnamigen Unterabteilung „Wasserhaltige Phosphate etc., mit Hydroxyl oder Halogen“. Hier findet er sich als einziges Mitglied in einer unbenannten Gruppe mit der Systemnummer 42.13.01.
Aldermanit kristallisiert in der monoklinen Raumgruppe P21/c (Raumgruppen-Nr. 14) mit den Gitterparametern lauten a = 13,524(3) Å; b = 9,958(2) Å; c = 7,013(1) Å und β = 97,40(3)° sowie zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle.

Aldermanit bildet sich sekundär als Verwitterungsprodukt von Fluellit in Hohlräumen von Brekzien in sedimentären Phosphat-Lagerstätten.
Außer an seiner Typlokalität, dem Moculta-Phosphat-Steinbruch, konnte Aldermanit bisher (Stand: 2026) noch in dem ebenfalls bei Angaston gelegenen Penrice-Marmor-Steinbruch in den South Mountain Lofty Ranges gefunden werden. Daneben trat das Mineral noch in „Tom's Phosphat-Steinbruch“ und „St John's Steinbruch“ bei Koonunga im Light Council sowie im „Fairview-Steinbruch“ bei Robertstown in den North Mountain Lofty Ranges in South Australia auf.