Alex Karp ist der Sohn eines jüdischenKinderarztes aus New York und einer afroamerikanischenKünstlerin. Er sieht sich selbst als „halb deutsch“, weil seine „Ahnen aus dem deutschsprachigen Raum kommen“. Auch schulde er Deutschland „sehr viel“. Er wuchs in Philadelphia auf und erhielt seinen Abschluss im Jahre 1985 von der Central High School. Er soll geäußert haben, dass er in früheren Jahren an Dyslexie litt. Nach eigener Auskunft ist er Legastheniker.
Er lebte von Mitte der 1990er Jahre bis 2001 in Frankfurt und erwog, dort dauerhaft zu bleiben, entschied sich aber letztendlich, aus beruflichen Gründen in die USA zurückzukehren.
2025 veröffentlichte er sein zweites Buch The Technological Republic.
Weitere Tätigkeiten
Im Dezember 2015 wurde Karp zum Mitglied des Boards of Directors des Economist, 2018 in den Aufsichtsrat der Axel Springer SE und am 3. Mai 2019 in den Aufsichtsrat der BASF SE berufen. Im Januar 2020 wechselt er vom Aufsichtsrat in den Aktionärsausschuss der Axel Springer SE und blieb dort bis zur Auflösung des Aktionärsausschusses im Jahr 2025. Im Juli 2020 schied Karp aus dem Aufsichtsrat der BASF SE aus.
Zu Kontroversen und dem Vorwurf des „Artwashing“ führte, dass Palantir, vertreten durch Karp als CEO, sich als Sponsor an der Leipziger Ausstellung Dimensions: Digital Art since 1859 beteiligte. Im April 2023 nahm Alex Karp zudem als Podiumsmitglied an der Eröffnungsveranstaltung teil. Ebenfalls im Frühjahr 2023 erschien der von Alex Karp zusammen mit zwei Palantir-Mitarbeitern herausgegebene Sammelband Von Artificial zu Augmented Intelligence: was wir von der Kunst lernen können, um mit Software die Zukunft zu gestalten.
Karp warnt Deutschland davor, die USA zu kopieren, sondern es sollte eigene Vorteile nutzen.
Privates
Stand 2025 befindet sich Karp in zwei Langzeitbeziehungen mit etwa gleichaltrigen Frauen, was nach Auskunft seiner Umgebung funktioniere, weil er „geografisch monogam“ sei. Er lebt in den USA und in Liechtenstein. 2025 kaufte er die ehemalige Trappistenabtei Snowmass im US-Bundesstaat Colorado. Neben Englisch spricht Karp fließend Deutsch und Französisch.
Politik
Karp hat sich selbst als Sozialist und Progressiver („aber nicht woke“) bezeichnet. Bei der US-Präsidentschaftswahl 2016 wählte er Hillary Clinton. Im Jahr 2024 erklärte Karp, dass er zwar von der Ausrichtung der Demokratischen Partei „nicht begeistert“ sei, aber dennoch „gegen Trump stimmen“ werde.
Er hat Palantir als „Gegenbeispiel“ zu Unternehmen bezeichnet, die er als „woke“ betrachtet. Im Jahr 2024 zitierte die New York Times Karp mit der Aussage, dass er und sein Unternehmen Palantir „eine durchweg pro-westliche Sichtweise“ hätten, „wonach der Westen eine überlegene Lebensweise und Organisationsform“ habe. Er sprach sich für die Entwicklung autonomer Waffen aus, um in einem kommenden Dreifrontenkrieg gegen China, Russland und den Iran bestehen zu können.
Karp bezeichnete die jüngere deutsche Migrationspolitik als „dümmste Entscheidung, die je in der deutschen Nachkriegszeit getroffen wurde“, durch die „Formen der Kriminalität, die es früher nicht gegeben“ habe, entstanden seien.
Alexander C. Karp, Nicholas W. Zamiska: The Technological Republic. Über die Macht des Silicon Valley und die Zukunft des Westens. FBV, München 2025, ISBN 978-3-95972-835-5.
Literatur
Michael Steinberger: Der Unsichtbare. Tech-Milliardär Alex Karp, Palantir und der globale Überwachungsstaat. Ariston, München 2025, ISBN 978-3-424-20284-7.
↑Michael Steinberger:Does Palantir See Too Much? In: The New York Times. 21.Oktober 2020, ISSN0362-4331 (amerikanisches Englisch, nytimes.com[abgerufen am 11.Dezember 2020]).
↑Terrorbekämpfung: Hessens Polizei kauft Software von umstrittener US-Firma. In: Spiegel Online. 6.April 2018 (spiegel.de[abgerufen am 21.Mai 2018]).
↑Palantir – Die umstrittenste Firma des Silicon Valley. In: Manager Magazin. 26.August 2020 (manager-magazin.de[abgerufen am 5.Oktober 2020]).
123Maureen Dowd:Alex Karp Has Money and Power. So What Does He Want? In: The New York Times. 17.August 2024, ISSN0362-4331 (nytimes.com[abgerufen am 12.April 2026]).
↑Michael Steinberger:Der Unsichtbare. Tech-Milliardär Alex Karp, Palantir und der globale Überwachungsstaat. Ariston, München 2025, ISBN 978-3-641-30585-7, Prolog, S.17 (Leseprobe[PDF] amerikanisches Englisch: The Philosopher. Übersetzt von Bernhard Schmid).
↑Rob Copeland, Eliot Brown:Palantir Has a $20 Billion Valuation and a Bigger Problem: It Keeps Losing Money. In: Wall Street Journal. 12.November 2018, ISSN0099-9660 (wsj.com[abgerufen am 12.April 2026]).
↑Andrew Ross Sorkin:Silicon Valley Doesn’t Like Trump. It Can Still Work With the Government. In: The New York Times. 3.September 2018, ISSN0362-4331 (nytimes.com[abgerufen am 12.April 2026]).