Alex Paxton

Alex Paxton (* 1990 in Manchester) ist ein britischer Improvisationsmusiker (Posaune) und Komponist.

Leben und Wirken

Paxton, der mit acht Jahren in einer Blaskapelle Posaune lernte, hörte zunächst Pop- und Jazzmusik. Mit 19 Jahren kam er zum ersten Mal mit zeitgenössischer Musik in Berührung. Er studierte Jazz und Komposition in London an der Royal Academy of Music und am Royal College of Music. Paxton arbeitete zunächst als Grundschullehrer und als Jazzposaunist in Bigbands.

Als Soloposaunist wirkte Paxton mit dem Ensemble Modern, der London Sinfonietta, dem Riot Ensemble, dem Philharmonia Orchestra, dem Royal Scottish National Orchestra und dem ensemble x.y. Er ist Gründer des Ensembles Dreammusics und tritt zudem mit Improvisatoren wie Charlotte Keeffe und Steve Noble auf und spielt in Gruppen wie dem London Improvisers Orchestra, dem Hyperion Ensemble, der Apocalypse Jazz Unit und bei Laura Jurd (Stepping Back, Jumping In).

Paxton veröffentlichte bisher vier von der Kritik hochgelobte Alben mit eigenen Kompositionen. „Music for Bosch People“ (Birmingham Record Company/NMC Recordings 2021), „ilolli-pop“ (non classical 2022), „Happy Music for Orchestra“ (Delphian 2023) und „Delicious“ (New Amsterdam Records 2025). Er gilt als Maximalist, der „Barockgesten, Folk und Jazzidiome in einem hyperaktiven Klangrausch aufgehen lässt“. Seine Werke werden von Klangkörpern interpretiert wie dem Ensemble Modern, der London Sinfonietta, dem London Symphony Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, AskoSchönberg, National Youth Jazz Orchestra und von Solisten wie Zubin Kanga, Tabea Debus, Beibei Wang, Patrick Terry, David Zucchi und Jacob Collier. 2026 führten WDR Sinfonieorchester und WDR Bigband sowie Sofia Jernberg sein Stück Tunes to live with auf. Als Komponist verfasste er außerdem bisher sechs Opern. Er lehrt als Kompositionsprofessor am Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance.

Preise und Auszeichnungen

2021 wurde er für sein Stück „Sometimes Voices“ mit dem Ivor Novello Composer Award ausgezeichnet. Weiterhin erhielt er den Ernst von Siemens Förderpreis Komposition, den Hindemith-Preis, Claussen-Simon-Kompositionspreis, den Dankworth Jazz Prize, dem Harriet Cohen Memorial Music Award und den Kompositionspreis der Royal Philharmonic Society.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Musik der Zeit #HOTPINK. In: WDR 3. 19. Juni 2026, abgerufen am 25. Juni 2026.
  2. 1 2 3 Alex Paxton. In: Ernst von Siemens-Musikstiftung. Abgerufen am 25. Juni 2026.
  3. ↑ Alastair Shuttleworth: Alex Paxton — Happy Music For Orchestra. In: The Quietus. 1. Mai 2023, abgerufen am 25. Juni 2026 (englisch).
  4. 1 2 Stefan Pieper: WDR „Musik der Zeit“: Kryeziu, Strawinsky und Paxton in Köln. In: orchestergraben.com. 24. Juni 2026, abgerufen am 25. Juni 2026.
Personendaten
NAME Paxton, Alex
KURZBESCHREIBUNG britischer Improvisationsmusiker (Posaune) und Komponist
GEBURTSDATUM 1990
GEBURTSORT Manchester