Dorner starb mit 64 Jahren auf einer Reise bei Neapel. Beigesetzt wurde er auf Hannovers Stadtfriedhof Stöcken (Abt. A 28).
Bedeutung
Dorners entscheidende Leistung waren die zusammen mit Justus Bier als Leiter der Kestner-Gesellschaft seit 1930 aufgebauten Installationen zum neuen Raumverständnis der Moderne. Dazu gehörten das Abstrakte Kabinett von El Lissitzky, nachgebaut im Sprengel-Museum, und der Raum der Gegenwart von László Moholy-Nagy. Er rettete Kunstwerke des sowjetisch-russischen Konstruktivisten und SuprematistenKasimir Malewitsch vor der stalinistischen wie der nationalsozialistischen Diktatur, als sie 1933 in Deutschland vernichtet werden sollten, eine Rückkehr in die Sowjetunion aber auch keine Sicherheit mehr bot.
Dorners Witwe Lydia Dorner initiierte 1968 in Hannover die Rekonstruktion des durch die Nationalsozialisten zerstörten Kabinetts der Abstrakten.
Privates
Dorner war in erster Ehe verheiratet mit Karola von Broich. Aus dieser Ehe hatte er einen Sohn, Karl Alexander Dorner (1925–1989). Seine zweite Frau war Ella Grotewold. Die dritte Ehe schloss er mit Lydia Nepto.
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↑Lebenslauf Alexander Dorners (1920) in Dorners Personalakte im Archiv der TIB/Universitätsarchiv Hannover, Hann. 146 A, Acc. 88/81, Nr. 87.
12Ines Katenhusen: Kabinett der Abstrakten. In: Stadtlexikon Hannover, S. 332.
↑Justus Bier: Abstrakte Kunst in Hannover. In: Museumskunde, 1930, S. 71–73.
↑S. Cauman das lebende museum, Hannover 1958, S. 124 f. Danach soll Dorner den New Yorker Museumsdirektor Alfred Barr bei einem Besuch in Hannover 1935 veranlaßt haben, Gemälde Malewitschs in einen Regenschirm einzurollen und in die USA zu bringen; ein späteres Restitutionsverfahren endete erst 1999, siehe The Modern Gets to Keep Malevich Works, New York Times vom 19. Juni 1999, abgerufen am 17. April 2017.