Alexander Pfeuffer (* 1971 in Eichstätt) ist ein deutscher Autor, Drehbuchautor, Regisseur, Filmproduzent und Dramatiker. Er arbeitet für Film, Fernsehen, Hörfunk und Theater. Bekannt wurde er insbesondere durch seine Arbeiten für die ARD-Serie In aller Freundschaft, durch international ausgezeichnete Kurzfilme sowie durch Theaterstücke zur deutschen Erinnerungskultur.
Pfeuffer wurde 1971 in Eichstätt geboren. Er studierte Szenisches Schreiben an der Hochschule der Künste Berlin und arbeitet seit den 1990er Jahren als freier Autor für Film, Fernsehen und Theater.
Zu seinen frühen Arbeiten zählt das gemeinsam mit Annette Hess entwickelte Hörspiel Was nützt die Liebe in Gedanken (Regie: Karin Hutzler), das 1997 von DeutschlandRadio Berlin produziert wurde. Pfeuffer und Hess entwickelten aus dem Hörspiel ein Drehbuch, das als Grundlage für den Film Was nützt die Liebe in Gedanken (2004) von Achim von Borries diente, der u. a. den Europäischen Filmpreis erhielt.
Der Kurzfilm Frühstück? (internationaler Titel: Breakfast?) entstand 2002 unter der Regie von Alexander Pfeuffer, der auch das Drehbuch verfasste. Der Film wurde von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) mit dem Prädikat „wertvoll“ ausgezeichnet. 2010 realisierte Pfeuffer den Kurzfilm Hinterbliebene, bei dem er als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent tätig war.
2016 wurde Die Hochzeitspolizei (internationaler Titel: The Wedding Patrol) beim Montreal World Film Festival uraufgeführt. Der Film lief auf zahlreichen internationalen Festivals und wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter beim Scenecs International Film Festival sowie beim Visioni Corte International Film Festival.
Pfeuffer schrieb Drehbücher für verschiedene deutsche Fernsehproduktionen, darunter Alles über Anna, Polizeiruf 110, SOKO Köln sowie für 29 Folgen der ARD-Serie In aller Freundschaft. Gemeinsam mit Annette Hess schrieb Pfeuffer zudem die Polizeiruf 110-Episode Keiner schreit!.
Ein Schwerpunkt seines Schaffens liegt auf dokumentarischen Theaterstoffen zur deutschen Geschichte. Pfeuffers Arbeiten verbinden dokumentarische Recherche mit fiktionalen Erzählformen. Wiederkehrende Themen sind historische Erinnerung, gesellschaftliche Konflikte sowie die Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen. Am Berliner Ensemble wurde mit Fünf Stellvertreter (2023, mit Iris Berben, Thomas Thieme). Ratten auf der Flucht – Wie Nazitäter entkommen konnten (2024, u. a. mit Sabin Tambrea, Alice Dwyer und Meret Becker) sowie Gestern zwar, doch nicht vergangen (2025, u. a. mit Claudia Michelsen, Sylvester Groth und Jannik Schünemann) eine Trilogie zum Nationalsozialismus uraufgeführt.
Das Theaterstück Vermisst wurde 2006, zusammen mit Mario Keiperts Making Of, am Theaterhaus Jena uraufgeführt und zum internationalen Theaterfestival „Dramafest“ in Mexiko-Stadt und Puebla eingeladen. Dort und dort unter dem spanischen Titel Desaparecido gezeigt. Zu seinen weiteren Theaterarbeiten zählt Von der Liebe der Eidechsen, das 1996 an der Berliner Akademie der Künste mit Victor Schefé und Eric Schleyer unter der Regie von Ulrich Simontowitz uraufgeführt wurde.
Pfeuffer ist Mitgründer der Berliner Non-Profit-Organisation WELTFILME, die Film- und Ausbildungsprojekte in Ländern des Globalen Südens durchführt. Er war dort als Geschäftsführer und Programmleiter tätig und entwickelte internationale Ausbildungs- und Filmprojekte für Nachwuchsfilmschaffende. Als Autor und Produzent verantwortete er zahlreiche Filmkampagnen und über 40 Spiel- und Dokumentarfilmen aus Westafrika.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pfeuffer, Alexander |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Autor, Drehbuchautor, Regisseur, Filmproduzent und Dramatiker |
| GEBURTSDATUM | 1971 |
| GEBURTSORT | Eichstätt |