Alexander Schuke

Carl Alexander Schuke (* 14. August 1870 in Stepenitz, Kreis Ostprignitz, Königreich Preußen; † 16. November 1933 in Potsdam) war ein deutscher Orgelbauer und von 1894 bis 1933 Inhaber und Leiter der „Alexander Schuke Orgelbauanstalt Potsdam“. Nach dem Tod Alexander Schukes führten seine Söhne Karl Schuke und Hans-Joachim Schuke die väterliche Werkstatt zunächst gemeinsam weiter. Im Zuge der politischen Entwicklungen nach dem Zweiten Weltkrieg, der Teilung Deutschlands sowie der späteren Verstaatlichung des Potsdamer Betriebes entwickelten sich aus dieser gemeinsamen Tradition zu einem späteren Zeitpunkt die Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt GmbH in Berlin sowie die Alexander Schuke Potsdam Orgelbau GmbH.

Leben

Grabstein von Alexander Schuke, Alter Friedhof (Potsdam)

Alexander Schuke war der Sohn des von 1867 bis 1886 in Stepenitz amtierenden Pfarrers Karl Schuke und der Charlotte Margarethe Alexandrine Anna von Wulffen. 1885 kam er nach Potsdam und besuchte dort das Viktoria-Gymnasium, heute Helmholtz-Gymnasium Potsdam. Nach dem Abitur erlernte er beim Orgelbaumeister Carl Eduard Gesell das Orgelbauhandwerk. Nach dem Tod von Gesell 1894 kaufte Alexander Schuke die Firma und übernahm somit das Geschäft. Durch seine zeitweilige Arbeit bei der Orgelbaufirma Sauer aus Frankfurt (Oder) konnte er Erfahrungen in der zeitgenössischen modernen Orgelbautechnik sammeln, diese in sein Unternehmen einbringen und somit seine Werkstatt zu einer der bekanntesten Orgelbaufirmen machen.

Nach seinem Tode im Jahr 1933 führten seine Söhne Karl Schuke und Hans-Joachim Schuke die Firma gemeinsam weiter. In der Wirkungszeit von Alexander Schuke entstanden circa 140 Orgeln. Beispielsweise fertigte Schuke die Orgel der Dorfkirche Ketzür.

Sein Sohn Karl Ludwig Alexander Schuke (Nach deinem Vater benannt) knüpfte später an dieses Erbe an und entwickelte die von ihm gegründete Berliner Werkstatt im 20. Jahrhundert zu einer international bekannten Orgelbauwerkstatt weiter. Zahlreiche Neubauten, Restaurierungen und internationale Projekte führten die von Alexander Schuke begründete Werkstatttradition über mehrere Generationen hinweg fort.

Literatur

Zeitgenössische Presseberichte hoben insbesondere die Verbindung traditioneller handwerklicher Fertigung mit moderner technischer und klanglicher Entwicklung hervor. Mehrere Veröffentlichungen dokumentieren zudem sein Leben des Erbe.

Quellen

  1. 1 2 Karl Schuke: Von der Freude, Orgeln zu bauen. S. 22–23.
  2. ↑ Eine Werkstatt mit Geschichte. schuke-berlin.de, abgerufen am 29. Mai 2026.
  3. ↑ Millionen-Auftrag für Schuke (Memento vom 27. Februar 2015 im Internet Archive), Berliner Morgenpost vom 4. Januar 2005.
  4. ↑ 50 Jahre Schuke-Orgel. (PDF) bkcdn.ekhn.de, abgerufen am 28. Mai 2026.
  5. ↑ Robert Leicht: Die_Unerhoerte Die Unerhörte. In der Leipziger Thomaskirche wird eine Bach-Orgel rekonstruiert, die es nie gegeben hat. In: Die Zeit, Nr. 24, 8. Juni 2000.