Alexander Israel Wittenberg

Alexander Israel Wittenberg (* 10. Februar 1926 in Berlin; † 19. Dezember 1965) war ein Schweizer Mathematiker und Mathematikdidaktiker.

Leben

Wittenberg wurde als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer in Berlin geboren, besuchte dort die Volksschule und floh mit der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 nach Frankreich, wo er bis 1942 Gymnasien besuchte (Paris, Angers, Toulouse) mit dem Abschluss Baccalauréat A. Im November floh er mit seinen Eltern in die Schweiz, wo sie bis Anfang 1944 in Flüchtlingslagern interniert waren. 1945 erwarb er die Matura in Zürich, danach studierte er Mathematik an der ETH Zürich und schloss 1949 mit dem Diplom ab. Er war Assistent von Ferdinand Gonseth, bei dem er 1957 an der ETH Zürich promoviert wurde (Vom Denken in Begriffen: Mathematik als Experiment des reinen Denkens), mit Paul Bernays als Korreferent. 1954 bis 1956 unterrichtete er an den Kantonsschulen Schaffhausen und Winterthur und am Technikum in Winterthur. Wittenberg war ab 1956 Associate Professor an der Universität Laval in Quebec und ab 1963 Professor an der York University in Toronto.

Sein Buch Bildung und Mathematik war in den 1960er Jahren einflussreich, zum Beispiel auf Martin Wagenschein (Genetischer Unterricht).

1955 erhielt er das Bürgerrecht von Zürich.

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Geburtsdatum und Karrieredaten nach Angaben in seiner Dissertation
  2. ↑ Naturwissenschaftliche Rundschau. Bd. 19 (1966), S. 81.
  3. ↑ Alexander Israel Wittenberg im Mathematics Genealogy Project (englisch)
Personendaten
NAME Wittenberg, Alexander Israel
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Mathematiker und Mathematikdidaktiker
GEBURTSDATUM 10. Februar 1926
GEBURTSORT Berlin
STERBEDATUM 19. Dezember 1965