Alexandra Chochlowa (eigentlich Alexandra Sergejewna Botkin; russisch Александра Сергеевна Хохлова; * 3. November 1891 in Berlin; † 22. August 1985 in Moskau) war eine sowjetische Schauspielerin und Drehbuchautorin.
Chochlowa wurde als Tochter einer vornehmen Familie in Deutschland geboren; früh entschied sie sich für eine künstlerische Karriere und gab 1916 ihr Filmdebüt in einer kleinen Rolle. Kurzzeitig war sie mit dem Schauspieler des Tschechow-Kunsttheaters in Moskau, Konstantin Chochlow verheiratet. Seit 1919 studierte sie Schauspiel an der gerade gegründeten staatlichen Filmhochschule in der Klasse von Wladimir Gardin und seit 1920 im Workshop von Lew Kuleschow. Kurz vor dem Erhalt ihres Abschlusses 1923 heiratete sie ihn.
Chochlowa war an fast allen Filmen von Kuleschow beteiligt, zunächst als Hauptdarstellerin, die auch aufgrund ihrer ungewöhnlichen, aber wandelbaren und empathischen Gesichtszügen mit teils exzentrischer Darstellung den Figuren Lebendigkeit verlieh. Später war sie Drehbuchautorin und etliche Male Ko-Regisseurin.
Zusammen mit Kuleschow war sie lange Jahre als Ausbilderin an der Staatlichen Filmhochschule tätig und erhielt dort 1939 eine Dozentur. Bereits vier Jahre zuvor war sie zur Verdienten Künstlerin der RSFSR ernannt worden.
Nach dem Tode ihres Mannes 1970 betätigte Chochlowa sich als Verwalterin seines Nachlasses und Herausgeberin seiner Werke.
Ihr Grab befindet sich auf dem Nowodewitschi-Friedhof.
Die Filmhistorikerin Jekaterina Chochlowa ist ihre Enkelin.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Chochlowa, Alexandra Sergejewna |
| ALTERNATIVNAMEN | Botkin, Alexandra Sergejewna; Хохлова, Александра Сергеевна (russisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | sowjetische Schauspielerin und Drehbuchautorin |
| GEBURTSDATUM | 3. November 1891 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 22. August 1985 |
| STERBEORT | Moskau |