Alexis Grizard

Alexis Grizard (* 2002 in Jena) ist ein französisch-deutscher Organist.

Leben und Wirken

Grizard begann das Klavierspiel mit 10 Jahren und wurde ein Jahr später zu einem Orgelstudium in die Klasse von Philippe Brandeis am Conservatoire à Rayonnement Régional de Cergy-Pontoise aufgenommen. Ab 2020 studierte er am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris bei Olivier Latry, Michel Bouvard und Thomas Ospital mit Abschluss Master Orgel und daneben seit 2021 Musikalische Analyse/Komposition bei Fabien Waksman, Thibault Perrine und Thierry Escaich sowie ab 2024 Improvisation bei David Cassan. 2024/2025 studierte er im Rahmen eines Erasmus-Aufenthalts bei Wolfgang Zerer an der HfMT Hamburg und seit 2025 in der Meisterklasse von Martin Schmeding an der HMT Leipzig.

Sein besonderes Interesse gilt dem Werk von Jean-Louis Florentz sowie der Transkription, mit der er die symphonischen Möglichkeiten des Instruments Orgel auszuloten versucht. Er bearbeitete beispielsweise Orchesterwerke von Franz Liszt und Claude Debussy für Orgel.

Alexis Grizard betreibt eine europaweite Konzerttätigkeit als Orgelsolist, im Ensemble und mit Orchester. Er konzertierte u. a. in den Pariser Kirchen Notre-Dame, Saint-Eustache und Saint-Sulpice und in der dortigen Philharmonie, im Müpa Budapest, St. Bavo Haarlem, Gewandhaus Leipzig, King’s College Cambridge, St. Peter und Paul Ratingen, Santi Ambrogio e Carlo al Corso Rom sowie bei Festivals wie La Chaise-Dieu, Toulouse les Orgues, Paris des Orgues und dem Festival de Roquevaire. Darüber hinaus arbeitete er mit dem L.A.-Tanzprojekt unter der Leitung von Benjamin Millepied (Aufführungen in der Philharmonie Paris) zusammen.

Preise und Auszeichnungen

Diskografie

Commons: Alexis Grizard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Biography. Abgerufen am 13. September 2026 (französisch).
  2. ↑ Clément Vialle: Alexis Grizard. In: Musique Sacrée à Notre Dame de Paris. 10. März 2025, abgerufen am 13. September 2026 (französisch).
  3. ↑ Ad nos – Liszt & Judit Varga. Abgerufen am 13. September 2026 (englisch).
  4. ↑ Stadsorgelconcert: Alexis Grizard. In: Haarlem Live. Abgerufen am 13. September 2026 (niederländisch).
  5. ↑ Konzert im Gedenken an Felix Mendelssohn Bartholdy | Gewandhaus Leipzig. 3. November 2026, abgerufen am 13. September 2026.
  6. ↑ Marita Jüngst: Ratinger Orgelwelten: Junger Gastorganist aus Paris spielt in St. Peter und Paul. 15. Oktober 2024, abgerufen am 13. September 2026.
  7. ↑ The Winners – St Albans International Organ Festival. Abgerufen am 12. September 2026.
  8. ↑ Alexis Grizard – INTERNATIONALER MUSIKWETTBEWERB DER ARD. Abgerufen am 12. September 2026 (deutsch).
  9. ↑ Rêves | Label Rocamadour – Musique sacrée. Abgerufen am 13. September 2026 (amerikanisches Englisch).
Personendaten
NAME Grizard, Alexis
KURZBESCHREIBUNG französisch-deutscher Organist
GEBURTSDATUM 2002
GEBURTSORT Jena