Alexis Jacquemin

Alexis Pierre Jacquemin (* 24. Juli 1938 in Lüttich/Liège; † 14. August 2004) war ein belgischer Ökonom und Hochschullehrer. Hauptschwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war die Industrieökonomik und der industrielle Wettbewerb in der Europäischen Union. Einige seiner Werke wurden u. a. in die englische und deutsche Sprache übersetzt.

Leben und Wirken

Alexis Jacquemin studierte Rechtswissenschaft an der Universität Lüttich und promovierte dort 1961 zum Doktor der Rechtswissenschaft. Anschließend widmete er sich dem Studium der Wirtschaftswissenschaft an der Katholischen Universität Löwen, wo er 1964 die Diplomprüfung ablegte und 1967 promovierte. Einen Magistergrad erwarb er 1966 an der University of California, Berkeley. An der Universität Löwen begann 1967 seine Tätigkeit als Hochschullehrer, 1971 wurde er dort außerordentlicher und 1972 ordentlicher Professor. Im Jahre 2003 wurde er emeritiert. Jacquemin hatte mehrere Gastprofessuren vor allem an Universitäten in Frankreich, den USA und Kanada inne. Außerdem wirkte er als Berater der Europäischen Kommission. Für seine wissenschaftliche Tätigkeit empfing er zahlreiche Auszeichnungen. Bereits 1983 verlieh ihm der belgische König den „Prix Francqui“. Er gehörte der Königlichen Akademie der Wissenschaften, Literatur und Schönen Künste Belgiens, der Academia Europaea und der Académie des Sciences Morales et Politiques de l'Institut de France. Die Universität Antwerpen verlieh ihm die Ehrendoktorwürde.

Veröffentlichungen (Auswahl)

als Herausgeber

Einzelnachweise

  1. ↑ Jacquemin, Alexis Pierre. In: Mark Blaug (Hrsg.): Who's who in Economics. 3. Aufl. Elgar, Cheltenham 1999, S. 571f., ISBN 1-85898-886-1; Alexis Jacquemin 1938-2004. In: Université catholique de Louvain (mit Curriculum Vitae u. a., abgerufen am 17. Oktober 2026).
Personendaten
NAME Jacquemin, Alexis
ALTERNATIVNAMEN Alexis
KURZBESCHREIBUNG belgischer Ökonom und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 24. Juli 1938
GEBURTSORT Lüttich/Liège
STERBEDATUM 14. August 2004