Alfred Klemmt

Alfred Klemmt (* 10. März 1895 in Jatznick; † 8. August 1979 in West-Berlin) war ein deutscher nationalsozialistischer Philosoph.

Leben

Alfred Klemmt wurde 1895 in Jatznick geboren. Er ging in Stralsund zur Schule. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges meldete er sich freiwillig und wurde 1915 schwer verwundet. Von 1919 an studierte Klemmt Philosophie, Philologie und Kunstgeschichte an der Universität in Berlin, u. a. bei Alois Riehl und Ernst Troeltsch. 1922 promovierte er bei Ernst Troeltsch über den Kulturphilosophen Georg Simmel.

Klemmt strebte eine universitäre Laufbahn an. Er versuchte mehrfach sich zu habilitieren, was ihm jedoch nicht gelang. 1928 wurde seine Habilitationsschrift abgelehnt, 1933 wies seine Probevorlesung zu große Mängel auf. Über seinen dritten Versuch 1944 an der Georg-August-Universität Göttingen liegen keine genaueren Informationen vor.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde Klemmt an der Deutschen Hochschule für Politik angestellt, wo er in dezidiert nationalsozialistischem Sinne unterrichtete.

Philosophie

Ursprünglich war Klemmt geprägt von Alois Riehl im Sinne des Neukantianismus. Nach eigenen Aussagen brachte er der Phänomenologie und Lebensphilosophie große Wertschätzung entgegen. Klemmt sagte, er orientiere sich an Platons späteren Dialogen. Insgesamt bleibt jedoch festzustellen, dass Klemmt seine Philosophie an nationalsozialistischen Postulaten ausrichtete.

Publikationen

Autor

Herausgeber

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Nachruf auf Alfred Klemmt, Magnus Selling (1903–1986), in: Zeitschrift für Philosophische Forschung 36, S. 87, 1982.
Personendaten
NAME Klemmt, Alfred
KURZBESCHREIBUNG deutscher nationalsozialistischer Philosoph
GEBURTSDATUM 10. März 1895
GEBURTSORT Jatznick
STERBEDATUM 8. August 1979
STERBEORT West-Berlin