
Alfred Max Robert Uckeley (* 25. August 1874 in Kolberg; † 26. Dezember 1955 in Marburg) war ein evangelischer Theologe und Rektor der Albertus-Universität Königsberg.
Uckeley wurde als Sohn eines Stettiner Kaufmanns geboren. Nach dem Besuch des Marienstiftsgymnasiums in Stettin studierte er Theologie in Greifswald, Berlin und Halle. Im Studium waren Victor Schultze und Martin von Nathusius seine maßgeblichen Lehrer. Er wurde Mitglied des Greifswalder (1893), Berliner (1893), Hallenser (1894), Königsberger (1913) und Marburger Wingolfs (1934).
Von 1900 bis 1905 war er Pfarrer in Bad Wildungen. Nach der Promotion (1902) habilitierte er sich 1905 an der Universität Greifswald. 1910 wurde er als o. Professor für Praktische Theologie an die Albertina berufen. Ab 1914 war er außerdem Universitätsprediger am Königsberger Dom, der Universitätskirche. Nebenamtlich wirkte er ab 1923 als Konsistorialrat der Kirche der Altpreußischen Union. 1923/24 war Uckeley Rektor der Albertina. Bis 1932 war er Mitglied der DVP. Am 1. Mai 1933 trat er in die NSDAP ein.
Nach der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ schloss Uckeley sich den Deutschen Christen an, die für eine Synthese von Christentum und Nationalsozialismus eintraten. 1934 wurde Uckeley gegen seinen Willen an die Universität Marburg versetzt, wo er nach Studentenprotesten das Amt des Universitätspredigers verlor. 1939 emeritiert, vertrat er seinen nicht neu besetzten Lehrstuhl aber noch bis 1948.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Uckeley, Alfred |
| ALTERNATIVNAMEN | Uckeley, Alfred Max Robert (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher evangelischer Theologe und Rektor der Universität Königsberg |
| GEBURTSDATUM | 25. August 1874 |
| GEBURTSORT | Kolberg |
| STERBEDATUM | 26. Dezember 1955 |
| STERBEORT | Marburg an der Lahn |