Alfred Wiegmann (* 27. April 1886 in Essen; † 6. November 1973 in Kuhstedt, Landkreis Bremervörde) war ein deutscher Landschaftsmaler und Radierer.
Alfred Wiegmann war der Sohn eines Reichsbeamten. Nach seiner Schulausbildung in Mülheim an der Ruhr studierte er von 1904 bis 1908 Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Dort waren der Maler und Lithograf Willy Spatz, der Historienmaler Peter Janssen d. Ä. und der Landschaftsmaler Eugen Dücker seine Lehrer. Mit seinem damaligen Mitschüler August Macke verband ihn eine Freundschaft. Nachdem er ab 1908 in der Künstlerkolonie um Gerhard Bakenhus in Kreyenbrück, im Großherzogtum Oldenburg, gelebt hatte, ging er 1909 nach Paris. Dort studierte er an der Académie Julian, der Academie Cola Rossi und der Academie de la Grande Chaumiere. Auch nahm Wiegmann während dieser Zeit Privatunterricht bei René François Xavier Prinet. Anschließend war er von 1912 bis 1914 Mitglied einer Künstlerkolonie Düsseldorfer Maler in Rodenkirchen. Nach dem Ersten Weltkrieg, an dem er als Soldat an der Ostfront teilgenommen hatte, lebte Wiegmann von 1918 bis 1934 in Düsseldorf. In Düsseldorf heiratete er Helene Steinmüller (1891–1962) am 19. Januar 1919. Von 1934 bis 1938 zog es ihn in die Künstlerkolonie Worpswede. Um den Wirren des Zweiten Weltkriegs zu entgehen, ging Wiegmann 1938 nach Kuhstedt, wo er 1973 verstarb.

Von 1948 bis 1952 engagierte er sich als parteiloser Kreistagsabgeordneter im Landkreis Bremervörde. Die Accademia Internazionale Tommaso Campanella in Rom nahm ihn 1972, im Alter von 84 Jahren, als Ehrenmitglied auf und verlieh ihm die goldene Medaille für Kunst und Kultur.
Neben zahlreichen impressionistischen Landschaftsgemälden schuf Wiegmann auch Porträts, Akte, Blumenstillleben und Interieurs in verschiedenen Techniken. Einer seiner Schüler war der Maler Wolf-Dietmar Stock.
| Personendaten | |
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| NAME | Wiegmann, Alfred |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Landschaftsmaler und Radierer |
| GEBURTSDATUM | 27. April 1886 |
| GEBURTSORT | Essen |
| STERBEDATUM | 6. November 1973 |
| STERBEORT | Kuhstedt, Landkreis Bremervörde |