| Allada | ||
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| Basisdaten | ||
Al(l)ada oder Ardres (frz.) ist eine Stadt in Benin und war früher auch die Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs der Fon, das um 1440 von Menschen aus Tado gegründet wurde.
Der erste König sowie ein Großteil der Bevölkerung waren Adja, sodass früh mit den „Brüdern“ von Sahé ein Bündnis abgeschlossen wurde. Doch bereits der zweite oder dritte Regent war ein Fon.
Seit 1602 unterhielten portugiesische Händler regelmäßige Kontakte mit Allada. Sklaven aus Allada wurden nach niederländischen Berichten nach Brasilien und Sao Tomé gebracht. Allada wurde ein wichtiger Hafen im transatlantischen Sklavenhandel. Die Niederländische Westindien-Kompanie (WIC) richtete einen Handelsposten in Allada ein, der aber 1643 aufgelassen wurden. Danach wurde der Sklavenhandel über kleinere Schiffe betrieben, die von Elmina aus verkehrten. Neben Sklaven handelten die Niederländer auch mit Baumwollstoffen aus Allada. 1660 wurde eine neue Niederlassung erbaut, aber 1692 zerstört.
1607 beschrieben die Niederländer Allada als tributpflichtig an Benin. Um 1610 wurde die Fon-Herrscherdynastie abgesetzt und Hunungungu aus der Adja-Dynastie von Ardra wurde eingesetzt. Ab ungefähr 1615 wanderten einige Fon aus und gründeten die Stadt Abomey mit dem Königreich Dahomey. Bei den Auswanderern erhielt sich die Erinnerung durch das Totenfest „Reise nach Allada“ - somit wurde der Tod als spirituelle Rückkehr in das Land der Ahnen gesehen (siehe Beschreibung bei König Houessou Akaba).
Im März 1724 wurde das Reich von König Dossou Agadja von Dahomey erobert. König Tegbesu von Dahomey setzte 1734 einen lehenspflichtigen Fürsten ein, dessen Titel und Amt sich in der männlichen Linie vererbte. Diese Dynastie starb um 1780 aus, nun wurde ein Nachfahre der ursprünglichen Königsdynastie von Alada eingesetzt.
Am 4. Februar 1894 befreiten französische Truppen im Kampf gegen Dahomey das Fürstentum, das sich nun wieder als unabhängiges Königreich bezeichnen durfte. 1909 wurde dieses Königreich von Frankreich annektiert und der König und seine Nachfolger wurden „chef supérieur“.

Allada hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Cotonou–Parakou, die allerdings – wie das gesamte Eisenbahnnetz des Landes – seit 2019 ohne Verkehr ist.