Allan Browne

Allan Vincent Browne (* 28. Juli 1944 in Deniliquin, New South Wales; † 13. Juni 2015 in Melbourne) war ein australischer Jazzmusiker (Schlagzeug, Komposition).

Leben und Wirken

Browne, der als Schlagzeuger zunächst Autodidakt war, wurde in den 1960er Jahren in The Red Onion Jazz Band bekannt, mit der er mehrfach auch in Europa auftrat. Dann erkundete er andere Stilrichtungen und war im Modern Jazz verhaftet. Gleichwohl erlaubte er Rückgriffe auf die älteren Stilistiken, etwa auf seinem Album Genre Jumping Jazz (1988). Ab Mitte der 1970er Jahre arbeitete er nach einem Schlagzeugstudium bei Graham Morgan zunächst mit Peter Gaudion, Geoff Kitchen, Ken Shroeder, Vince Jones, Barney McAll und Steve Grant. Zwischen 1989 und 1998 gehörte er mit dem Bassisten Gary Costello zum ersten australischen Trio von Paul Grabowsky, das Alben wie Six by Three (1989) oder When Words Fail (1995) veröffentlichte. Gleichzeitig leitete er die Contemporary-Jazz-Formation Onaje, die 1992 ausgewählt wurde, um Australien beim Montreal Jazz Festival zu vertreten. 2015 veröffentlichte er mit seinem Quintett (mit Eugene Ball, Geoff Hughes, Nick Haywood und Phil Noy) das Album Ithaca Bound (Jazzhead).

Browne begleitete aber auch durchreisende Solisten wie Milt Jackson, Jay McShann, Herb Ellis, Phil Woods, Jimmy Witherspoon, Art Hodes, Urbie Green, Buddy Tate, Mal Waldron, Johnny Griffin, Scott Hamilton, Wild Bill Davison oder Sheila Jordan. Trotz einer schweren Erkrankung trat er bis zuletzt auf. Sein langjähriger musikalischer Weggefährte Paul Grabowsky bezeichnete ihn als den bedeutendsten Jazzmusiker, den Melbourne hervorgebracht hat.

Preise und Auszeichnungen

Zu Brownes Auszeichnungen zählen der Don Banks Music Award (2001), die Aufnahme in die Graeme Bell Jazz Hall of Fame sowie seine Mitwirkung an zahlreichen mit einem ARIA Award prämierten Veröffentlichungen. 2013 erhielt er für seine Verdienste um die Musik und die Gemeinschaft die Medal of the Order of Australia.

Diskographische Hinweise

Einzelnachweise

  1. ↑ Andra Jackson: Alan Browne drummed up great jazz for over 50 years. In: The Australian. 15. Juni 1015 (com.au).
  2. 1 2 3 Australien Music Centre: Allan Browne 1944–2015. In: Australian Music Centre. 16. Juni 2015, abgerufen am 23. Mai 2026 (englisch).
  3. ↑ Timothy Stevens: Obituary: Allan Browne 1944–2015. In: The Age. 22. Juni 2015, abgerufen am 23. Mai 2026 (englisch).
  4. ↑ Browne, Alan Vincent. In: It's an Honour. Australian Government, abgerufen am 23. Mai 2026 (englisch).
Personendaten
NAME Browne, Allan
ALTERNATIVNAMEN Browne, Allan Vincent
KURZBESCHREIBUNG australischer Jazzmusiker (Schlagzeug, Komposition)
GEBURTSDATUM 28. Juli 1944
GEBURTSORT Deniliquin, New South Wales
STERBEDATUM 13. Juni 2015
STERBEORT Melbourne