Allegra Felous (griechisch Αλέγκρα Φελούς; geboren 17. Januar 1916 in Trikala; gestorben 9. Februar 2011) war eine griechische jüdische Widerstandskämpferin, die schon früh der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) beigetreten war.
Allegra Felous war die Tochter von Marika Koen und David Felous. Sie wuchs mit ihren zwei Geschwistern in Trikala auf. Da ihre Familie der Kommunistischen Partei nahestand, prägte dies ihre politische Überzeugung. Ihr Onkel Raphael Felous war Parteisekretär der KKE in Trikala in den 1920er Jahren. Er gehörte zu den Organisatoren des großen Bauernstreiks Thessaliens im Jahr 1925.
Ihre Familie zog nach dem Streik nach Volos, wo sie der kommunistischen Jugendorganisation OKNE (Ομοσπονδία Κομμουνιστικών Νεολαιών Ελλάδας) beitrat. Sie heiratete dort den Geschäftsmann Raphael Kapetas. Während der Diktatur unter Ioannis Metaxas (1936–1940) wurde sie aufgrund ihrer politischen Überzeugung wie viele andere Parteimitglieder auf die Insel Folegandros verbannt.
Nach der Niederlage des griechischen Heers im Herbst und der Besetzung durch die Achsenmächte 1941 flohen die Verbannten nach Athen. Sie bauten dort die Kommunistische Partei wieder auf und beschlossen den bewaffneten Kampf gegen die Besetzer. Allegra Felous wurde von der Partei in ihre Heimatstadt geschickt, um dort mit anderen die Griechische Volksbefreiungsarmee EAM zu organisieren. Sie nahm von 1942 bis 1944 die Position einer Sekretärin des zur Befreiungsarmee gehörigen Hilfswerks Nationalen Solidarität (Εθνική Αλληλεγγύη) in Thessalien ein. Während dieser Zeit half sie bei der Rettung zahlreicher jüdischer Bürger und Widerstandskämpfer und überlebte selbst den Holocaust.
1945 wurde sie als einziges jüdisches Mitglied in das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei gewählt. Im selben Jahr konvertierte sie zum Christentum, um den nicht-jüdischen Arzt Takis Skyftis aus Volos, der bis 1944 für die ELAS gearbeitet hatte, zu heiraten. Mit ihm zusammen setzte sie sich dann in die Bergen ab, wo sie mit Charilaos Florakis zusammen als politische Kommissarin die Verantwortliche für Frauen in der Demokratischen Armee (DSE) in Thessalien wurde. Nachdem die Demokratische Armee im Bürgerkrieg besiegt worden war, flüchtete Allegra Felous mit ihrem Mann erst nach Rumänien und dann in die DDR, wo sie in Leipzig lebte.
Sie konnte erst 1974 nach Ende der Diktatur nach Griechenland zurückkehren, wo sie bis zu ihrem Tod politisch aktiv blieb.
Am 10. Februar 2011 wurde sie auf dem jüdischen Friedhof Athens beigesetzt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Felous, Allegra |
| ALTERNATIVNAMEN | Allegra Felous-Kapeta; Allegra Fellous; Allegra Skyftis; Allegra Felous-Skyftis; Φελούς, Αλέγκρα (griechisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | griechisch-jüdische Widerstandskämpferin |
| GEBURTSDATUM | 17. Januar 1916 |
| GEBURTSORT | Trikala |
| STERBEDATUM | 9. Februar 2011 |