Robert Allen Gardner

Robert Allen Gardner (* 21. Februar 1930 in Brooklyn, New York City; † 20. August 2021 in Reno, Nevada) war Professor für experimentelle Psychologie an der University of Nevada in Reno und beschäftigte sich seit den 1960er-Jahren mit dem Verhalten von Schimpansen, die in der Obhut des Menschen wie Menschenkinder aufgezogen wurden. Speziell erforschte er die Entwicklung der Intelligenz der jungen Menschenaffen im Vergleich zu jener der Menschenkinder und den Einfluss der sozialen und intellektuellen Entwicklung auf die Kommunikationsfähigkeit. Bekannt wurde von diesen Affen vor allem die Schimpansin Washoe.

Allen Gardner gab 1965 den Anstoß dafür, dass der Psychologiestudent Roger Fouts für seine Doktorarbeit der jungen Schimpansin Washoe Dutzende Zeichen der US-amerikanischen Gehörlosensprache lehrte und so nachwies, dass Schimpansen ein Sprech- und Denkvermögen besitzen, das dem kleiner Menschenkinder zumindest nahekommt.

Gardner war 1984 einer der Mitgründer des Center for Advanced Studies der University of Nevada und dessen Direktor von 1990 bis 1993.

Er war verheiratet mit Beatrix Tugendhut Gardner (auch Beatrice T. Gardner; 1933–1995) und war Bruder des Künstlers und Drehbuchautors Herb Gardner (1934–2003).

Schriften

Belege

  1. ↑ Groundbreaking researcher Gardner dies at age 91. In: Nevada Today. 1. September 2021, abgerufen am 3. September 2021 (amerikanisches Englisch).
  2. ↑ University of Nevada: Founding Members des Center for Advanced Studies. (Memento vom 12. Oktober 2011 im Internet Archive).
  3. ↑ University of Nevada: Directors des Center for Advanced Studies.
Personendaten
NAME Gardner, Robert Allen
ALTERNATIVNAMEN Gardner, R. Allen; Gardner, Allen
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanischer Verhaltensforscher und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 21. Februar 1930
GEBURTSORT Brooklyn, New York City
STERBEDATUM 20. August 2021
STERBEORT Reno, Nevada