Almut Seidel (geboren 21. Dezember 1940; gestorben 4. April 2026) war eine deutsche Diplompädagogin und Professorin für Musikpädagogik und Musiktherapie an der Fachhochschule Frankfurt am Main.
Seidel studierte Schulmusik, Musikwissenschaft, Romanistik, Pädagogik, Psychologie und Soziologie mit dem Abschluss als Diplompädagogin. 1980 promovierte sie an der Universität Frankfurt mit einer hochschuldidaktischen Arbeit zur Musik in der Sozialpädagogik.
Seit 1988 leitete Seidel die von ihr initiierte Weiterbildung Musiktherapie in der Sozialen Arbeit und überführte das Studienprogramm 2002 in einen Masterstudiengang Musiktherapie, den sie bis zu ihrer Pensionierung leitete. Sie war Supervisorin der Deutschen Gesellschaft für Supervision DGSv.
Als anerkannte Musiktherapeutin des Berufsverbands der Musiktherapeutinnen und Musiktherapeuten in Deutschland war sie viele Jahre berufspolitisch aktiv, teilweise als Vorstandsmitglied.
Seidel veröffentlichte wissenschaftliche Beiträge in den Bereichen Musik in der Sozialen Arbeit, Altenarbeit, Musiktherapie und Hochschuldidaktik. Ihr 2005 herausgegebenes Buch Verschmerzen fand Eingang in den Literaturkompass Musiktherapie, weil es zu den ersten deutschsprachigen Studien zur Musiktherapie in der Psychoonkologie gehöre und zudem einen Einstieg in den fachspezifischen Diskurs zur Genderfrage biete.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Seidel, Almut |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Pädagogin, Musiktherapeutin und Hochschullehrerin |
| GEBURTSDATUM | 21. Dezember 1940 |
| STERBEDATUM | 4. April 2026 |