
Almuth Heuner (* 9. März 1962 in Wanne-Eickel) ist eine deutsche Schriftstellerin, Herausgeberin und Übersetzerin.
Almuth Heuner wuchs auf in Wattenscheid und machte ihr Abitur 1981 an der Hellweg-Schule Bochum. Zum Studium der Angewandten Sprachwissenschaft ging sie 1981 zur Johannes-Gutenberg-Universität Mainz an den damaligen Fachbereich 23 in Germersheim. 1983/1984 verbrachte sie ein Auslandssemester am Puschkin-Institut in Moskau. 1987 schloss sie das Studium mit der Diplom-Prüfung ab. Anschließend studierte sie an der Universität Mannheim einige Semester Germanistik. Ab 1990 arbeitete sie in Frankfurt am Main, dort von 1991 bis 1998 bei der Pharmazeutischen Zeitung als Schlussredakteurin. Anschließend machte sie sich selbständig als Übersetzerin und Schriftstellerin. Seit 2014 lebt sie wieder im Ruhrgebiet.
Bereits seit 1990 übersetzte Heuner in den Bereichen Belletristik, vor allem Kriminalromane, und Sachbücher mit den Schwerpunkten Ernährung und Reisen. Ihre eigenen Texte erscheinen seit 1999, überwiegend Kriminalerzählungen. Als Herausgeberin von Anthologien ist sie seit 2000 tätig. Daneben veröffentlicht sie Artikel zu verschiedenen Themen aus dem Bereich Kriminalliteratur. Sie gibt auch Schreibseminare und nimmt regelmäßig an (internationalen) Tagungen teil, bei denen sie auch Podiumsdiskussionen leitet.
Als Netzwerkerin war Heuner zunächst aktiv bei den BücherFrauen und im VdÜ, ab 1997 hauptsächlich bei den Mörderischen Schwestern e.V., denen sie von 1999 bis 2001 als Präsidentin vorstand, und im Syndikat, wo sie mehrfach den Jurys des Friedrich-Glauser-Preises angehörte. Darüber hinaus ist sie Mitglied in der Dorothy L. Sayers Society. 2023 gründete sie mit anderen das LiteraturKollektiv Bochum e.V.
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Aktivitäten ist die Sammlung internationaler Kriminalliteratur von Frauen sowie der Aufbau archivischer Sammlungen zu den Mörderischen Schwestern und zum Syndikat.
2012 wurde Heuner von den Mörderischen Schwestern ausgezeichnet mit der „Goldene Auguste“ für ihre Verdienste um die Kriminalliteratur von Frauen.
Nominiert wurde sie 2002 von der Crime Writers Association für den Debut Bagger (mit einem auf Englisch geschriebenen Romananfang) und 2006 für den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte Kurzgeschichte.
Einen Sonderpreis erhielt ihr Gedicht Python zu Vogel beim Jokers Lyrik-Preis 2010.
2019 wurde sie für ihre Story Schwarzes Erbe mit dem Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte Kurzkrimi ausgezeichnet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Heuner, Almuth |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schriftstellerin, Herausgeberin und Übersetzerin |
| GEBURTSDATUM | 9. März 1962 |
| GEBURTSORT | Wanne-Eickel |