Alois Bernt (* 9. April 1871 in Willomitz, Königreich Böhmen; † 5. April 1945 in Kaaden, Reichsgau Sudetenland) war ein sudetendeutscher Gymnasiallehrer und Germanist, der sich der Erforschung der deutschen Sprache und Literatur in Böhmen widmete.
Alois Bernt stammte aus einer alten böhmischen Bauernfamilie aus dem Duppauer Gebirge. Er wurde 1871 in Willomitz als Sohn des Tagelöhners Franz Bernt und dessen Ehefrau Johanna geb. Wanka geboren. In Kaaden besuchte er das Gymnasium und studierte anschließend an der Universität Innsbruck, wo er promovierte. Danach war er als Gymnasial-Professor tätig und im Anschluss für 16 Jahre Gymnasialdirektor in Gablonz an der Neiße. In Kaaden setzte er sich zur Ruhe. Am 7. Februar 1939 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Dezember 1938 aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.574.874).
Bekannt wurde Alois Bernt durch zahlreiche Publikationen zur älteren deutschen Sprache. Für die deutschen Mittelschulen der neugegründete Tschechoslowakei schrieb er beispielsweise das Standardwerk über deutsche Literaturkunde.
Mehr als 40 Jahre nach seinem Tod erschien das Werk Die Germanen und Slawen in Böhmen und Mähren. Spuren früher Geschichte im Herzland Europas.
Er war verheiratet und hatte den Sohn Walther Bernt.
| Personendaten | |
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| NAME | Bernt, Alois |
| KURZBESCHREIBUNG | sudetendeutscher Gymnasiallehrer und Germanist |
| GEBURTSDATUM | 9. April 1871 |
| GEBURTSORT | Willomitz |
| STERBEDATUM | 5. April 1945 |
| STERBEORT | Kaaden |