
Alojz Ihan (* 23. Juli 1961 in Ljubljana, Jugoslawien; † vor oder am 10. März 2026) war ein slowenischer Mikrobiologe, Immunologe, Dichter und Schriftsteller.
Ihan studierte Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Ljubljana und schloss das Studium 1987 mit Diplom ab. 1988 begann er am dortigen Institut für Mikrobiologie zu arbeiten und erwarb 1990 einen Magisterabschluss. 1991 und 1992 verbrachte er als Stipendiat in Genf. 1993 folgte seine Promotion. 1994 wurde er Dozent für Mikrobiologie und 2006 ordentlicher Professor für Mikrobiologie und Immunologie. Er war Institutsvorsitzender des Instituts für Mikrobiologie und Immunologie an seiner Alma Mater.
Ihan verfasste medizinische und populärwissenschaftliche Schriften zum Thema Immunologie. Für seine Öffentlichkeitsarbeit während der Coronakrise wurde er von der Slowenischen Wissenschaftsstiftung SZF 2021 als „Wissenschaftskommunikator des Jahres“ ausgezeichnet.
Ihan war auch als Dichter und Schriftsteller tätig. Er schrieb vorwiegend narrative Poesie, in der ein komplexes Verhältnis zur Welt zum Ausdruck kommt, die sich Absurdität und Paradoxalität ausgesetzt sieht. Für seinen ersten Gedichtband Srebrnik („Die Silbermünze“) erhielt er 1987 den Preis des Prešeren-Fonds, zudem wurde ihm 1996 für den Gedichtband Južno dekle („Südländisches Mädchen“) der Jenko-Preis verliehen. Weiterhin schrieb Ihan auch Essays und Romane. Für seinen Essayband Državljanski eseji („Staatsbürgeressays“) erhielt er 2013 den Rožanc-Preis. Mit Karantena („Quarantäne“) veröffentlichte er 2022 einen Roman, der während der Covid-Pandemie spielt. Außerdem verfasste er regelmäßig Kolumnen für die slowenische Tageszeitung Delo.
Er war Mitglied des Slowenischen Schriftstellerverbands.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ihan, Alojz |
| KURZBESCHREIBUNG | slowenischer Mikrobiologe, Immunologe, Dichter und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 23. Juli 1961 |
| GEBURTSORT | Ljubljana, Jugoslawien |
| STERBEDATUM | vor 10. März 2026 |