| Alouatta iroi | ||||||||||||
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Männchen | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Alouatta iroi | ||||||||||||
| Boubli, Semedo, Ceríaco, da Silva, Farias, Rossi, Rylands & Batista, 2026 |
Alouatta iroi ist eine Primatenart aus der Gattung der Brüllaffen innerhalb der Klammerschwanzaffen (Atelidae), die im nördlichen Südamerika vorkommt. Die Art wurde erst im Jahr 2026 wissenschaftlich beschrieben und dabei vom Guyana-Brüllaffen (A. macconnelli) abgetrennt. Als englischer Trivialname wurde „Pantepui red howler monkey“ vorgeschlagen, einen deutschen gibt es bisher nicht.

Wie alle Brüllaffen ist A. iroi ein relativ kräftiger, großer Neuweltaffe, Maße liegen jedoch nicht vor. Das Rückenfell ist oben und an den Seiten hell gelbbraun bis hell goldbraun (ein matt wirkendes orangebraun beim Guyana-Brüllaffen). Ein dunkler Streifen entlang der Rückenmitte ist bei Männchen sattelförmig ausgeprägt, bei Weibchen hingegen nicht vorhanden. Die Oberseite des Nackens ist dunkel rotbraun, die Seiten sind hell rotbraun. Die Farbe der Gliedmaßen ist dunkel rotbraun, wobei die Unterarme an den Außenseiten hellere Haare aufweisen. Der Schwanz ist von der Wurzel bis zur Spitze dunkel rotbraun gefärbt. Das Zungenbeinloch der Männchen ist annähernd oval (halbkreisförmig beim Guyana-Brüllaffen).

Das Verbreitungsgebiet von Alouatta iroi umfasst Venezuela östlich des Orinoco, das westliche Guyana und eine zwischen Rio Negro und Rio Branco liegende Region im nördlichen Brasilien. Es ist unter der Bezeichnung „Imeri area of endemism“ als Hotspot endemischer Arten bekannt, der nördliche Abschnitt wird auch als Pan-Tepui-Ökoregion bezeichnet. Der Lebensraum besteht aus tropischen Tiefland-Regenwäldern.
Alouatta iroi wurde im Jahr 2026 erstbeschrieben und als eigenständige Art vom östlich seines Verbreitungsgebietes vorkommenden Guyana-Brüllaffe (A. macconnelli) abgetrennt, nachdem man festgestellt hat, dass sich die Brüllaffenpopulationen östlich und westlich des Rio Branco genetisch stark voneinander unterscheiden. Der Guyana-Brüllaffe ist jedoch die Schwesterart und damit der engste Verwandte von A. iroi. Beide Arten trennten sich im Pleistozän vor ca. 700.000 Jahren voneinander. Die von den zwei Arten gebildete Klade ist die Schwestergruppe des Amazonischen Schwarzer Brüllaffen (A. nigerrima), der südlich des Amazonas zwischen dem Rio Madeira und dem Rio Tapajós vorkommt.
Da Alouatta iroi erst 2026 beschrieben wurde, hat die IUCN den Schutzstatus noch nicht bewertet. Der Guayana-Schild und die angrenzende Pantepui-Region gehören derzeit noch zu den unberührtesten Gebieten im Amazonasbecken. Die Art ist jedoch zunehmenden Bedrohungen durch anhaltende Umweltbelastungen in der Region ausgesetzt. Eine mögliche Gefährdung stellt der bevorstehende Bau des Bem-Querer-Staudamms am Rio Branco dar. Auch deuten aktuelle Prognosen darauf hin, dass das Verbreitungsgebiet der Art zu den am stärksten durch den Klimawandel gefährdeten Gebieten gehört.