Altenebstorf

Altenebstorf
Koordinaten: 53° 1′ N, 10° 24′ OKoordinaten: 53° 1′ 7″ N, 10° 24′ 0″ O
Fläche: 9,17 km²
Einwohner: 1050
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 29574
Vorwahl: 05822
Altenebstorf (Niedersachsen)
Altenebstorf (Niedersachsen)
Lage von Altenebstorf in Niedersachsen

Altenebstorf ist ein Ortsteil und eine Gemarkung des Klosterfleckens Ebstorf im Landkreis Uelzen in Niedersachsen. Bis 1972 bildete Altenebstorf eine eigenständige Gemeinde. Der Klosterflecken Ebstorf gehört zur Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf.

Geographie

Das ursprüngliche Dorf Altenebstorf liegt in der Lüneburger Heide und schließt direkt südwestlich an den Ortskern von Ebstorf an. Die Schwienau fließt östlich am Dorf vorbei. Zur Gemarkung Altenebstorf gehören auch neuzeitliche Wohn- und Gewerbegebiete, die dem Ortskern von Ebstorf zugerechnet werden. Dort lebt der größte Teil der Einwohner von Altenebstorf.

Geschichte

Altenebstorf gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Ebstorf des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zum französischen Satellitenstaat Königreich Westphalen und dort zum Kanton Ebstorf im Departement der Aller. 1814 fiel Altenebstorf an Hannover zurück und gehörte dort zunächst wieder zum Amt Ebstorf sowie ab 1859 zum Amt Medingen. 1867 fiel Altenebstorf mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Uelzen.

Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Altenebstorf am 1. Juli 1972 Teil der Gemeinde Ebstorf.

Denkmalgeschütztes Wohnhaus

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1812201
1845273
1871284
1885239
1895267
1905309
1925371
1939374
1950761
1961540
1970563

Bau- und Bodendenkmale

Die Wohnhäuser Alter Kirchweg 5 und Verladestraße 1, das Empfangsgebäude des Bahnhofs Ebsdorf sowie die Eisenbahnbrücke über die Schwienau stehen unter Denkmalschutz. Drei Grabhügel im Westen der Gemarkung Altenebstorf sind Bodendenkmale.

Verkehr

Die Bahnstrecke Uelzen–Langwedel führt südlich am Dorf Altenebstorf vorbei. Der Bahnhof Ebstorf (Kr Uelzen) liegt auf Altenebstorfer Gebiet.

Wirtschaft

An der Bahnstrecke liegt mit dem Gewerbegebiet Brüggerfeld das größte Gewerbegebiet Ebstorfs.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Daten und Karte der Gemarkung Altenebstorf
  2. ↑ Christoph Barthold Scharf: Der Politische Staat des Churfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Johann Georg Berenberg, Lauenburg 1777 (google.de).
  3. 1 2 Georg Hassel: Statistisches Repertorium über das Königreich Westphalen. Vieweg, Braunschweig 1813 (uni-muenster.de).
  4. ↑ Verordnung, die Bezirke der unteren Verwaltungsbehörden betr., vom 27. März 1859, Nr. 86
  5. ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1972
  6. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848 (google.de).
  7. ↑ Volkszählung 1871
  8. ↑ Volkszählung 1885
  9. ↑ Volkszählung 1895
  10. ↑ Volkszählung 1905
  11. 1 2 Michael Rademacher: Uelzen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  12. 1 2 3 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)