Altklugheit

Als altklug (Adjektiv) (auch Altklugheit) bezeichnet der allgemeine Sprachgebrauch eine angeblich frühreife, manchmal auch vorlaute Äußerung eines Kindes oder eines Jugendlichen. Das nicht steigerbare Adjektiv gilt, gegenüber dem Kind selbst ausgesprochen, als die milde Form eines Tadels, da dessen Meinungsäußerungen oder auch Charakterzüge lediglich klug erscheinen, etwa, weil es dafür noch gar nicht genug Welt- und Lebenskenntnis haben könne. Der Tadel kann dann Hochbegabte ebenso wie Nachplapperer oder Blender treffen.

Die Bezeichnung „altklug“ kann sich beziehen auf

Laut dem Philosophen Robert Pfaller besteht Altklugheit darin, auf unreflektierte und dogmatische Art vermeintlich vernünftigen Idealen nachzueifern, was aber gerade nicht einem erwachsenen Verhalten entspricht, welches auch abwägen und relativieren kann.

Zitat

Quellen

  1. ↑ Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache des 20. Jh.
  2. ↑ Das deutsche Wörterbuch, Knaur, 1985, München, Seite 121
  3. ↑ Oskar Piegsa: Robert Pfaller: "Genuss ist politisch" | ZEIT Campus. In: Die Zeit. 27. Juli 2016, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 13. Mai 2017]).
  4. ↑ Robert Pfaller im Interview - brand eins online. Abgerufen am 13. Mai 2017.