Aluminiumdiborid

Kristallstruktur
Kristallstruktur von Aluminiumdiborid
_ Al 0 _ B
Raumgruppe

P6/mmm (Nr. 191)Vorlage:Raumgruppe/191

Allgemeines
Name Aluminiumdiborid
Andere Namen

Aluminiumborid (mehrdeutig)

Verhältnisformel AlB2
Kurzbeschreibung

schwarzer Feststoff

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 12041-50-8
EG-Nummer 234-923-7
ECHA-InfoCard 100.031.736
PubChem 24884166
ChemSpider 21171253
Wikidata Q4115930
Eigenschaften
Molare Masse 48,60 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,172 g·cm−3

Schmelzpunkt

975 °C (Zersetzung)

Löslichkeit

reagiert langsam mit Wasser

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Aluminiumdiborid ist eine anorganische chemische Verbindung des Aluminiums aus der Gruppe der Boride.

Gewinnung und Darstellung

Aluminiumdiborid kann durch Reaktion von Aluminium mit Bor im Vakuum bei 800 °C gewonnen werden.

Eigenschaften

Aluminiumdiborid ist ein dunkler Feststoff, der auch in Form glänzender hexagonaler Plättchen vorliegen kann. Sein Reaktionsverhalten ist sehr von der Teilchengröße abhängig. Er zerfällt bei Temperaturen über 975 °C in Aluminium und Aluminiumdodecaborid AlB12. Er besitzt eine hexagonale Kristallstruktur (a = 3,009 Å, c = 3,262 Å) mit der Raumgruppe P6/mmm (Raumgruppen-Nr. 191)Vorlage:Raumgruppe/191 und bildet Mischkristalle mit den im gleichen Gitter kristallisierenden Magnesiumdiborid und Mangandiborid.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 Jean d’Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer DE, 1998, ISBN 3-642-58842-5, S. 292 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. 1 2 Datenblatt Aluminum diboride, −325 mesh bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 27. Januar 2014 (PDF).
  3. 1 2 3 Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 788.
  4. ↑ H. J. Becher: Über die Darstellung und Beständigkeit von Aluminiumdiborid. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie. 308, 1961, S. 13–22, doi:10.1002/zaac.19613080104.