Alwin Petersilie (* 1. November 1847 in Bremsdorf/Lausitz; † 6. September 1916 in Berlin-Friedenau) war ein deutscher Statistiker.
Alwin Petersilie studierte zunächst vom Wintersemester 1867/68 bis zum Sommersemester 1868 Evangelische Theologie an der Universität Berlin, anschließend vom Wintersemester 1868/69 bis zum Sommersemester 1870 und im Wintersemester 1871/72 Philosophie an der Universität Breslau, unterbrochen vom Kriegsdienst im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Von 1872 bis 1873 war er als Hauslehrer tätig. In den Jahren von 1873 bis 1875 absolvierte er eine praktische Ausbildung zum Statistiker am Königlich Preußischen Statistischen Bureau in Berlin. Bis zum Eintritt in den Ruhestand 1912 als Geheimer Regierungsrat war er als Statistiker an dieser Einrichtung tätig. 1884 wurde er zum Regierungsrat ernannt, später erhielt er den Professorentitel. Im Jahre 1885 promovierte er an der Eberhard Karls Universität Tübingen im Fach Staatswissenschaften mit einer Arbeit über das öffentliche Volksschulwesen in Preußen, die er bereits 1882 veröffentlicht hatte.
Außerdem leitete er die Statistische Abteilung der preußischen Zentral-Genossenschafts-Kasse. In seinen Veröffentlichungen zur Statistik Preußens beschäftigte sich Petersilie vor allem mit den dortigen Schulen, insbesondere Volksschulen, außerdem mit den Genossenschaften.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Petersilie, Alwin |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Statistiker |
| GEBURTSDATUM | 1. November 1847 |
| GEBURTSORT | Bremsdorf, Lausitz |
| STERBEDATUM | 6. September 1916 |
| STERBEORT | Berlin-Friedenau |