Amalie Winter

Amalie Winter, Stahlstich von Auguste Hüssener.

Amalie Winter, geboren als Amalie Karoline Charlotte Wilhelmine Henriette von Seebach, verehelicht als Amalie Freifrau von Groß, (* 10. Oktober 1802 in Weimar; † 13. Juni 1879 ebenda) war eine deutsche Schriftstellerin.

Leben

Amalies Mutter war Henriette Sophie Wilhelmine geb. von Stein-Nordheim (1773–1817), ihr Vater war der Oberstallmeister und Generalmajor Friedrich Johann Christoph Heinrich von Seebach. Die Schriftstellerin Charlotte von Ahlefeld geb. von Seebach (1777–1849) war eine Schwester des Vaters.

Bereits in jungen Jahren machte Amalie Bekanntschaft mit Johann Wolfgang von Goethe und wurde durch diesen Kontakt geprägt. Am 10. Oktober 1821 heiratete sie den späteren großherzoglich sächsischen Kammerherren und Geheimen Finanzrat Ludwig von Groß (* 15. Juli 1793; † 13. April 1857). Ihr ältester Sohn war der großherzoglich-weimarische Staatsminister Rudolf Gabriel von Gross. Der jüngere Sohn Siegfried Wilhelm Gabriel (* 26. Januar 1824; † 1850) wurde k. k. Leutnant im 2. österreichischen Husarenregiment „König Ernst August von Hannover“. Die Tochter Melanie Gabriele Freiin von Groß (* 5. November 1834; † 1907) blieb unverheiratet.

Im Alter von 27 Jahren veröffentlichte Amalie von Groß erste Texte in der Weimarer Zeitschrift Chaos (1829–1832), die von Ottilie von Goethe herausgegeben wurde. Ab 1838 veröffentlichte sie als Amalie Winter Erzählungen und Kinder- und Jugendliteratur; von 1838 bis 1840 besonders in Louise Marezolls Frauenzeitschrift. Zudem verfasste sie zwei didaktisch-pädagogische Werke mit den Titeln Die Klein-Kinder-Schule (1846) und Die Kindesseele in ihrer tiefinnersten Ergründung (1855). Darüber hinaus war sie als Übersetzerin tätig und übertrug etwa Lady Blessingtons Wanderungen in Italien (1841), Thomas de Quinceys Bekenntnisse eines Opiumessers (1840) und Lady Charlotte Burys Memoiren einer Pairin von England zu Fox Zeiten (1840) vom Englischen ins Deutsche.

Werke (Auswahl)

Literatur

Wikisource: Amalie Winter – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. ↑ Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1875. 25. Jg., Weimar o. J., S. 247; Familien-Nachrichten in Weimarisches Wochenblatt vom 9. November 1821, S. 429.
  2. ↑ Zum Sterbejahr der Tochter vgl. die genealogische Webseite der Familie.
  3. ↑ Besprechung in Allgemeine Schul-Zeitung Jg. 1855, Spalte 635‒638.
  4. ↑ Kurzbesprechung in Repertorium der gesammten deutschen Literatur, 30. Band. Leipzig 1841, S. 48.
  5. ↑ Besprechung in Literarische Zeitung vom 17. Februar 1841, Spalte 136f.
  6. ↑ Jenaische Allgemeine Literatur-Zeitung Nr. 113 vom Juni 1841, Spalte 903f.
  7. ↑ Von ihr stammt wahrscheinlich auch Ch. v. Ahlefelds Biographie in Neuer Nekrolog der Deutschen 27. Jg. 1849, Weimar 1851, S. 570‒582, wo sie unter den „Herren Mitarbeitern“ aufgeführt ist (S. xxi).
Personendaten
NAME Winter, Amalie
ALTERNATIVNAMEN von Seebach, Amalie (Geburtsname); Freifrau von Groß, Amalie (Ehename)
KURZBESCHREIBUNG deutsche Schriftstellerin
GEBURTSDATUM 10. Oktober 1802
GEBURTSORT Weimar
STERBEDATUM 13. Juni 1879
STERBEORT Weimar