Ebenfalls möglich ist die Darstellung durch Reaktion von Diazohippuramid in alkoholischer Lösung mit Ammoniak. Durch diese Reaktion wurde Ammoniumazid erstmals 1890 durch Theodor Curtius synthetisiert.
Die Verbindung entsteht auch zu 25% durch Isomerisierung von 2-Tetrazen bei 0 °C.
Eigenschaften
Ammoniumazid ist ein farbloser explosiver Feststoff, der löslich in Wasser ist. Die Verbindung beginnt bei 133 °C zu sublimieren und schmilzt beim vorsichtigen Erwärmen bei 160 °C. Ammoniumazid besitzt eine orthorhombischeKristallstruktur mit der RaumgruppePnam(Raumgruppen-Nr. 62, Stellung 6)Vorlage:Raumgruppe/62.6.
Einzelnachweise
12Willi Kleber: Zur Kristallmorphologie von Ammoniumazid, NH4·N3. In: Zeitschrift für Kristallographie - Crystalline Materials. 96, 1937, 386–388, doi:10.1524/zkri.1937.96.1.386.
↑Carl L. Yaws: The Yaws Handbook of Physical Properties for Hydrocarbons and Chemicals Physical Properties for More Than 54,000 Organic and Inorganic Chemical Compounds, Coverage for C1 to C100 Organics and Ac to Zr Inorganics. Gulf Professional Publishing, 2015, ISBN 978-0-12-801146-1, S.731 (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
↑Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
↑Josef Köhler, Rudolf Meyer, Axel Homburg:Explosivstoffe. Zehnte, vollständig überarbeitete Auflage. John Wiley & Sons, 2012, ISBN 3-527-66007-0 (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).