Amt Rethem

Das Amt Rethem war ein historisches Verwaltungsgebiet des Fürstentums Lüneburg bzw. des Königreichs Hannover.

Geschichte

Mittelpunkt des Amts Rethem war die um 1300 errichtete gleichnamige welfische Grenzfestung an der Aller. Nach der Revolution von 1848 wurden im Königreich Hannover die Rechtsprechung von der Verwaltung getrennt und die Patrimonialgerichtsbarkeit abgeschafft. Von Behr einigte sich mit der Regierung auf eine vorzeitige Übertragung der Gerichtsrechte an den Staat. Die Gerichtsfunktion des Patrimonialgerichts Stellichte ging damit auf das Amt Rethem über.

Aus dem Amtsbezirk wurde 1852 das Gericht Cordingen abgetrennt und dem Amt Fallingbostel zugelegt. 1859 wurde das Amt Rethem ganz aufgehoben. Das Gericht Boitzen fiel ebenfalls an das Amt Fallingbostel, der übrige Teil des Amts (die Hausvogtei und das Patrimonialgericht Wahlingen) an das Amt Ahlden.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Gesetz über die Gerichtsverfassung vom 8. November 1850 (Gesetz-Sammlung für das Königreich Hannover, S. 207)
  2. ↑ Sammlung der Gesetze, Verordnungen und Ausschreiben für das Königreich Hannover, 1852, S. 1, Digitalisat.