

Amymone (altgriechisch Ἀμυμώνη Amymṓnē, deutsch ‚tadellos, vortrefflich, ausgezeichnet‘) ist in der griechischen Mythologie eine Danaide, eine der 50 Töchter des Danaos – des Königs von Libyen und später von Argos – und eine der vier Töchter des Danaos mit Europe (namens Automate, Amymone, Agaue und Skaia).
Als Danaos nach Argos kommt, tritt ihm König Gelanor die Herrschaft über das Land ab. Die Region war mit Dürre geschlagen, weil Poseidon, erzürnt darüber, dass der Flussgott Inachos das Land Athene zugesprochen hatte, alle Quellen hatte versiegen lassen. Daraufhin schickte Danaos seine Töchter aus, um Wasser zu holen. Amymone schoss dabei auf einen Hirsch, traf aber einen schlafenden Satyr, der auffuhr und das Mädchen zu vergewaltigen suchte. Das plötzliche Auftauchen Poseidons zwang den Satyr zur Flucht, doch musste Amymone sich nun Poseidon hingegeben. Dieser zeigte ihr die Quellen in Lerna, die nach Amymone benannt wurden. In dieser Gegend hauste später die Hydra.
Später vermählte Danaos Amymone und drei ihrer Vollschwestern mit Söhnen des Aigyptos (Busiris, Enkelados, Lykos und Daiphron). Amymone brachte Nauplios, den Seefahrer zur Welt, einen Sohn Poseidons.