| Anacamptomyia | ||||||||||||
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Anacamptomyia africana | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Anacamptomyia | ||||||||||||
| Bischof, 1904 |
Anacamptomyia ist eine Gattung in der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Das Taxon wurde 1904 von dem österreichischen Entomologen Josef Bischof eingeführt. Typusart ist Anacamptomyia africana Bischof, 1904. Der Gattungsname setzt sich aus den altgriechischen Begriffen anacampto für „kehrtmachend“ und myia für „Fliege“ zusammen.
Anacamptomyia wird der Tribus Anacamptomyiini innerhalb der Unterfamilie Exoristinae zugeordnet.
Es handelt sich um etwa 8 mm lange beborstete Fliegen. Bischof (1904) beschrieb die Gattung Anacamptomyia in etwa wie folgt. Der Unterrand des Kopfes kurz und gerade. Die Stirne ist wenig vorstehend und bei beiden Geschlechtern breit, fast von Augenbreite (am Scheitel gemessen). Ocellenborsten fehlen. Die Stirn ist bei beiden Geschlechtern doppelreihig beborstet (bei den Weibchen bilden die Orbitalborsten eine dritte Reihe). Die letzten drei Borsten der inneren und vier der äußeren Reihe sind (gegen den Scheitel zu) zurückgebogen. Die Stirnborstenreihe steigt bis zur Wurzel der Arista (Fühlerborste) herab. Die Männchen sind ohne Orbitalborsten, während die Weibchen zwei aufweisen. Beide Geschlechter haben zwei Scheitelborsten jederseits, von denen die inneren stark, aufrecht nach rückwärts gebogen sind, die äußeren dagegen ebenfalls stark, aber nach auswärts gedreht sind. Beide Geschlechter weisen zwei kleine, aufrechte, parallele Postvertikalborsten auf. Die Augen sind dicht behaart. Die Wangen sind äußerst schmal, unten fast linear, nackt. Der Mundrand ist nicht vortretend. Die Vibrissenecken am Mundrand sind nicht konvergent. Die Vibrissen sind stark, gekreuzt. Die Mundborsten sind hoch aufsteigend, bis zur Wurzel der Fühlerborste reichend, stark. Die Fühlereinlenkungen befinden sich oberhalb der Augenmitte. Das erste und zweite Fühlerglied sind kurz, das dritte lang, leistenförmig, fünfmal so lang wie das zweite. Die Fühler sind kürzer als das Untergesicht. Die Arista ist nackt, bis zur Mitte verdickt. Das zweite Aristomer ist kurz. Der Rüssel (Proboscis) ist normal. Die Taster sind entwickelt, gegen das Ende zu plötzlich verdickt, bei den Weibchen stärker als bei den Männchen.
Der Thorax ist breiter als lang. Die Thoraxbeborstung sieht wie folgt aus. Hinter der Quernaht befinden sich 3 innere und 4 äußere Dorsozentralborsten, 3 Intraalar- und 3 Supraalarborsten, ferner 3 Postcalarborsten. Vor der Quernaht befinden sich 3 innere und 3 äußere Dorsozentralborsten, 1 Intraalarborste, 1 Präsuturalborste, die tiefer steht als die letzte Posthumeralborste, 2 Posthumeral- und 3 Humeralborsten. Sternopleuralborsten sind in der Stellung 1 + 1 vorhanden. Hypopleuralborsten sind ebenfalls vorhanden. Das Scutellum ist halbkreisförmig. Apikale Scutellarborsten sind vorhanden, stark, gekreuzt, aufrecht, nach vorne zurückgebogen. Jederseits befinden sich drei lange, starke Marginalmakrochaeten sowie zwei Diskalborsten.
Der Hinterleib ist eiförmig. Der erste und zweite Ring sind mit je zwei marginalen und einer seitlichen Makrochaete besetzt. Der dritte Ring ist am ganzen Hinterrand mit Borsten besetzt, der vierte Ring mit Diskal- und Marginal-Makrochaeten. Die diskalen Makrochaeten bilden eine Reihe parallel zum Hinterrand.
Die Beine sind kurz, zart. Die Klauen sind bei beiden Geschlechtern kurz. Die Hintertibien sind lang gekämmt. Die Vordertarsen der Weibchen sind nicht erweitert.
Die Flügel sind länger als der Hinterleib. Ein Costaldorn fehlt. Die erste Längsader ist hinter der kleinen Querader in die Randader mündend. Die erste Hinterrandzelle ist ziemlich weit vor der Spitze in den Vorderrand mündend und offen. Die Beugung hat einen Winkel. Die Spitzenquerader ist konkav. Die hintere Querader befindet sich näher der Beugung als der kleinen Querader. Der Abstand der hinteren Querader von der kleinen Querader ist zweimal so groß wie der von der Beugung. Die dritte Längsader ist nur an der Basis mit 1–2 Borsten besetzt. Alle Flügeladern sind nackt. Die Calyptrae (Schüppchen) sind von normaler Größe.
Die Gattung Anacamptomyia kommt in der Afrotropis (Subsahara-Afrika, Madagaskar, Jemen) sowie im östlichen Australien vor.
Die Anacamptomyia-Arten sind Endoparasitoide von eusozialen Faltenwespen. Bekannte Wirtsgattungen sind Belonogaster, Polistes und Ropalidia. Das Weibchen legt ihre schlüpfreifen Eier an den Außenwänden der Wespennester ab. Die Parasitenlarve dringt im ersten Stadium in das Wespennest und dort in eine Brutzelle ein und entwickelt sich anschließend innerhalb einer Wirtslarve.
Die Gattung Anacamptomyia umfasst folgende Arten: