Es handelt sich um etwa 9mm lange beborstete Fliegen. Brauer und Bergenstamm (1891) beschrieben die Gattung Anagonia wie folgt. Für die Männchen gilt: Die Vibrissen sind nicht aufsteigend und nur bis zur Mitte reichend. Die Vibrissenecken sind mit der längsten Vibrisse hoch über dem Mundrand, wie bei Meigenia. Die Wangen sind mäßig breit (1/4 Augenhöhe). Die Augen sind dicht behaart. Stirn, und Wangen sind dicht borstig kurz behaart. Das dritte Fühlerglied ist schmal leistenförmig, fast viermal so lang als das kurze zweite, über der Schnurre endend. Die Arista (Fühlerborste) ist fast bis über die Mitte verdickt, deren zweites Glied kurz. Der Scheitel der Männchen ist schmal. Macrochaeten sind nur marginal am zweiten und dritten Ring vorhanden und von der langen dichten Behaarung wenig abstechend. Der letzte Ring hat lange gespreizt stehende stärkere Borsten auf der ganzen Fläche. Die Hintertibien sind dicht gewimpert. Klauen und Pulvilli der Männchen sind sehr lang. Die Beugung der vierten Längsader ist stumpfwinkelig und ohne Zinke. Die Spitzenquerader verläuft gerade. Die Taster sind normal, ziemlich dünn. Von der Gattung Chetoliga unterscheidet sich Anagonia deutlich durch die hoch über dem Mundrand stehende Vibrissenecke. Ein Costaldorn fehlt. Colless (2012) lieferte einen Bestimmungsschlüssel für die Anagonia-Arten.
Die Vertreter der Gattung Anagonia sind Endoparasitoide von blattfressenden Käferlarven, die sich überwiegend von Eukalyptus ernähren. Bekannte Wirte gehören zu den Blattkäfern und Rüsselkäfern. Die schlüpfreifen Eier werden von den Weibchen in die Wirtslarve hineingestochen. Am Ende ihrer Entwicklung verlässt die Parasitenlarve ihren Wirt und spinnt sich einen Kokon, in dem sie sich verpuppt.