| Anametopochaeta olindoides | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Anametopochaeta | ||||||||||||
| Townsend, 1919 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Anametopochaeta olindoides | ||||||||||||
| Townsend, 1919 |
Anametopochaeta olindoides ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1919 von dem US-amerikanischen Entomologen Charles Henry Tyler Townsend erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Anametopochaeta zugewiesen. Das Art-Epitheton olindoides bedeutet „ähnlich zum Taxon Olinda“. Olinda ist nun ein Synonym von Uramya. Der aus dem Altgriechischen stammende Gattungsname setzt sich zusammen aus dem Präfix ana für „entgegen“, metopo für „Stirn“ und chaeta für „Borste“, offenbar bezugnehmend auf die verkümmerten Stirnborsten. Die monotypische Gattung Anametopochaeta wird der Tribus Blondeliini innerhalb der Unterfamilie Exoristinae zugeordnet.
Es handelt sich um etwa 6,5 mm lange beborstete Fliegen. Townsend (1919) beschrieb die Gattung Anametopochaeta wie folgt. Der Clypeus ist mäßig eingesenkt. Das Epistom ist eher kurz, leicht gewölbt. Die Facialia sind unbehaart. Der Rüssel (Proboscis) ist kurz. Die Taster sind mäßig kräftig. Das dritte Fühlerglied ist fast dreieinviertelmal so lang wie das zweite. Die Arista (Fühlerborste) ist länger als die Fühler, auf der Oberseite zur Hälfte behaart. Die Augen sind etwas dünn kurz behaart. Der Scheitel der Weibchen misst fast ein Viertel der Kopfbreite und ist nach vorne nur wenig verbreitert. Die Frontalia sind verkümmert und bestehen aus etwa fünf mikroskopisch kleinen, feinen, kurzen Haaren, eines etwas unterhalb der Fühlerbasis. Nach vorne gerichtete (proklinat) fronto-orbitale Borsten sind ebenfalls verkümmert, dargestellt durch zwei mikroskopisch kleine, kurze Haare. Zwei stark zurückgeneigte (reklinat) fronto-orbitale Borsten und eine stark zurückgeneigte Vertikalborste sind vorhanden. Ocellarborsten fehlen. Die Parafascialia sind unbehaart. Die Wangen messen etwa ein Viertel der Augenlänge. Zwei sternopleurale, präacrostichale und postacrostichale Borsten sind vorhanden. Drei postintraalare, postsuturale Borsten sowie laterale Scutellarborsten sind vorhanden. Ein Paar winziger apikaler Scutellarborsten ist vorhanden. Die dritte Längsader ist nur an der Basis behaart, die übrigen sind unbehaart. Die Apikalzelle ist kurz vor der Spitze sehr schmal geöffnet. Die hintere Querader ist deutlich näher am Cubitus. Die Tarsen sind lang. Ein medianes Randborstenpaar befindet sich auf den ersten beiden Segmenten. Eine Randborstenreihe befindet sich auf den letzten beiden Segmenten. Eine schwache Diskalborstenreihe befindet sich auf dem Analsegment. Die Weibchen haben keinen scharfen Stechapparat.
Townsend beschrieb die Art 1919 in etwa wie folgt. Die Färbung stimmt fast genau mit Robineau-Desvoidys Beschreibung von Olinda brasiliensis (nun Uramya brasiliensis) überein, nur die Tegulae sind gelblich. Die lange Arista und die nach innen gebogene apikale Querader schließen eine Bestimmung mit dieser Gattung aus. Die schwarzen Teile bilden die Fühler, die Frontalia, vier Thorax-Längsstreifen (vittae), eine schmale Basis des Scutellums, das erste Abdominalsegment, die unregelmäßige hintere Hälfte der letzten drei Segmente sowie die Beine. Eine schwache, schmale, braune Mittelvitta (Mittelstreifen) ist auf dem Hinterleib sichtbar. Die Taster (Palpen) sind hellgelblich. Der Rüssel (Proboscis) ist bräunlich. Der Rest ist tief goldgelb bestäubt. Die Flügel sind in der Mitte schwach gelblich-rauchig, an der Spitze weniger stark.
Anametopochaeta olindoides kommt in Peru vor. Der Fundort des weiblichen Holotyps, das Townsend für seine Beschreibung nutzte, liegt im Flusstal des Río San Gabán an der Ostflanke der Anden auf einer Höhe von etwa 750 m nahe dem Weiler Chaquimayo im Distrikt San Gabán.
Anametopochaeta olindoides ist ein Endoparasitoid. Wirte sind offenbar noch nicht bekannt.