| Andengraudrossel | ||||||||||||
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Andengraudrossel (Turdus nigriceps) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Turdus nigriceps | ||||||||||||
| Cabanis, 1874 |


Die Andengraudrossel, auch Weißachseldrossel genannt, (Turdus nigriceps) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).
Der Vogel kommt in Argentinien, Bolivien, Ecuador und Peru vor in den Anden Südwestecuadors (Loja) und Nordwestperus (Piura und Cajamarca) und von Zentralbolivien südlich bis Zentralargentinien, außerhalb der Brutzeit auch von Südecuador bis Bolivien.
Bis vor kurzem gab es die deutsche Bezeichnung „Graudrossel“, englisch: „Slaty Thrush“ (Turdus nigriceps), welche neben der Nominatform T. n. nigriceps die T. n. subalaris als Unterart aufwies. Aufgrund von molekulargenetischen Untersuchungen wurde Turdus nigriceps subalaris als eigenständig abgespalten und als Tiefland-Graudrossel (Turdus subalaris) bezeichnet. Die verbliebene Nominatform wurde zur Andengraudrossel (Turdus nigriceps).
Zur Unterscheidbarkeit wird die (ehemalige) Graudrossel als „Turdus nigriceps sensu latu“ (Turdus [nigriceps or subalaris]) geführt.
Der Lebensraum umfasst feuchte Wälder und Waldränder von 700–1800 m, auch bis 2650 m. ü. M. Sekundärwald, Eukalyptusplantagen mit Unterholz, gerne entlang von Wasserläufen, in Bolivien bis 3450 m. Die Art ist Wintergast von Mai bis Oktober in Peru.
Der Artzusatz kommt von lateinisch niger ‚schwarz‘ und lateinisch -ceps ‚-köpfig‘.
Der Vogel ist 18–22 cm und wiegt 47–68 g. Das Männchen ist schiefergrau an der Oberseite, an der Unterseite etwas blasser, zum Steiß hin weißlich. Brust und Kehle sind weiß und dunkel gestrichelt. Südlichere Populationen sind am Scheitel zunehmend grauer und an Kehle und Unterseite hellgrauer. Der Schnabel und schmale Augenring sowie die Beine sind gelb.
Weibchen sind grünlich bis bräunlich oder graubraun an der Oberseite mit weniger ausgeprägter Strichelung der Kehle, an der Unterseite grau bis grünlich braun. Jungvögel haben orangefarbene oder gelbbraune Flecken und Striche an der Oberseite und geschupptes Muster an der Unterseite.
Die Art ähnelt der Blauaugendrossel (Turdus leucops), deren Kehle weniger weiß und weniger kräftig gestrichelt ist. Ähnlich sieht auch die Lawrence-Drossel (Turdus lawrencii) aus, ist aber an der Oberseite kräftiger braun.
Die Art ist monotypisch.
Der nur zu bestimmten Jahreszeiten und dann von einer versteckten Singwarte vorgetragene Gesang wird als schrilles Singen mit hohen Tönen als „tji tjihe tjie tjihe“ oder „swidrielipik tillie“., ähnlich wie der der Blauaugendrossel beschrieben, aber weniger hoch und ohne keine Imitationen. Rufe sind ein charakteristisches quietschendes, klingendes „tchee-eh“ oder „tcheeEEli“, auch ein hohes „seeee“ im Fluge.
Die Art ist ein Teilzieher, der teilweise meist von März bis Oktober das Brutgebiet verlässt und als Wintergast in Ostperu, in Bolivien gesehen wird.
Die Nahrung besteht aus Wirbellosen, hauptsächlich aber Früchten, die auf schattiger mittlerer und unterer Waldebene gesucht werden.
Die Brutzeit liegt in Peru zwischen November und Februar, in Bolivien zwischen Dezember und Februar, in Argentinien zwischen Oktober und Dezember. Das Nest ist eine offene Schale in 3 bis 20 m Höhe.
Das Gelege besteht aus 2–4 blauen Eiern mit braunen Flecken, die über etwa 12–13 Tage bebrütet werden, die Küken werden 13 Tage versorgt.
Die Andengraudrossel gilt als Nicht Gefährdet (Least Concern).