
Anders Olsson Montan (* 13. Februar 1845 in Bröddarp bei Söderslätt, Schonen, Südschweden; † 14. Mai 1917 in Düsseldorf) war ein schwedischer Genre- und Interieurmaler sowie Lithograf der Düsseldorfer Schule.
Montan, eines von sechs Kindern von Ola Andersson und Karin Pålsdotter, studierte bis 1868 an der Kunstakademie Kopenhagen unter Vilhelm Marstrand, Niels Simonsen und Frederik Vermehren, dann 1870/1871 an der Kunstakademie Stockholm unter Johan Christoffer Boklund, Mårten Eskil Winge und August Malmström. 1878 ging er nach Düsseldorf, wo er 1884 Mitglied des Künstlervereins Malkasten wurde und bis zu seinem Tod ledig blieb. Auf der Suche nach seinen bevorzugten Motiven – ausdrucksstarke, eher dunkle Innenräume von alten Bauernhäusern, Schmieden, Scheunen, Burg- und Weinkellern sowie die in ihnen lebenden und arbeitenden Menschen – bereiste Montan verschiedene deutsche Landschaften, etwa das Lipper Land, wo er 32 Jahre lang jeden Sommer zubrachte, und die Mosel. Abgesehen hatte er es auch auf die industriellen Interieurs von Glashütten, Stahl- und Bergwerken. Gerne spielte er dabei mit den Lichtwirkungen von Lampen, Feuer und Kerzenschein. Montan erhielt einen Auftrag von der Krupp-Gussstahlfabrik, in deren Anlagen zu malen. Als Industriemaler schuf er sechs große Gemälde, wohl für die World’s Columbian Exposition 1893 in Chicago. Mit Henrik Nordenberg, einem anderen schwedischen Genre- und Interieurmaler aus Düsseldorf, nahm er an großen Berliner Ausstellungen teil, im Jahr 1891 an der Internationalen Kunstausstellung des Vereins Berliner Künstler, im Jahr 1900 an der Großen Berliner Kunstausstellung.


| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Montan, Anders |
| ALTERNATIVNAMEN | Montan, Anders Olsson (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | schwedischer Genre- und Interieurmaler sowie Lithograf der Düsseldorfer Schule |
| GEBURTSDATUM | 13. Februar 1845 |
| GEBURTSORT | Bröddarp bei Söderslätt, Schonen, Südschweden |
| STERBEDATUM | 14. Mai 1917 |
| STERBEORT | Düsseldorf |