Andine Musik

Die bolivianische Gruppe Los Masis begleitet einen Gottesdienst in Trier

Als Andine Musik bezeichnet man bestimmte Musikstile der Andenländer im Nordwesten Südamerikas, insbesondere die von Bolivien, Peru und Ecuador, die ein gemeinsames traditionelles Erbe aufweisen.

Geschichte

In präkolumbischer Zeit entwickelten sich in der Andenregion verschiedene Tänze und Musikformen, die auf der sogenannten Obertonharmonik basierten. Das bedeutet, dass anstatt der in der westlichen Musik dominierenden Tonleiter die Obertonreihen die Basis der Melodien bildeten. Die Instrumente dieser Zeit waren ausschließlich Blas- und Perkussionsinstrumente.

Mit dem Eintreffen der Spanier vermischten sich diese Stile mit den für Europa typischen Musik- und Harmonieformen. Die Musik integrierte Saiteninstrumente wie das Charango (eine kleine Mandolinenform) und die Gitarre. Dennoch blieben Reste der Obertonharmonik in der Musik erhalten, ebenfalls die Dominanz der Blasinstrumente, besonders die verschiedener Flöten und Panflöten (Siku).

Tänze und Rhythmen

International bekannt ist die 1968 gegründete bolivianische Gruppe Ruphay, die Panflöten, Gitarren und Trommeln spielt.

Musikinstrumente

Quena

Siehe auch