
Andrea Grill (* 16. Januar 1975 in Bad Ischl) ist eine österreichische Schriftstellerin und Biologin.
Andrea Grill studierte Biologie, Italienisch, Spanisch und Linguistik in Salzburg, Thessaloniki und Tirana. Sie lebte mehrere Jahre in Cagliari auf Sardinien und promovierte 2003 an der Universität von Amsterdam mit einer Arbeit über die Schmetterlinge Sardiniens. Neben ihrer literarischen Arbeit war sie lange Zeit in der wissenschaftlichen Forschung tätig und übersetzt aus dem Albanischen. 2007 nahm sie am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Nach Aufenthalten in Amsterdam, Neuchâtel, Bologna, Tirana und Bern lebt sie heute in Wien. Sie war Stipendiatin am Literarischen Colloquium Berlin, auf Schloss Wiepersdorf und am Deutschen Haus der NYU in New York.
In ihrem Roman Cherubino (2019), angelehnt an die gleichnamige Figur aus der Mozart-Oper Le nozze di Figaro, entzaubert Grill das zeitgenössische Leitbild der selbstbestimmten Frau. Sie erzählt von einer 39-jährigen Mezzosopranistin, die allein wohnen, aber nicht allein leben will. Die durchaus gewollte Schwangerschaft gefährdet allerdings ihre Zukunft als Sopranistin, also spielt sie Verstecken mit sich selbst und der Welt. Cherubino gelangte auf die Longlist des Deutschen Buchpreises 2019.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grill, Andrea |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Schriftstellerin, Biologin und Übersetzerin |
| GEBURTSDATUM | 16. Januar 1975 |
| GEBURTSORT | Bad Ischl |