Andrea Pichl

Andrea Pichl (* 14. Februar 1964 in Haldensleben) ist eine deutsche bildende Künstlerin und Kuratorin.

Leben und Ausbildung

Andrea Pichl wuchs in Berlin-Köpenick auf und studierte von 1991 bis 1997 Bildende Kunst und Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, wo sie ihr Diplom und den Abschluss als Meisterschülerin erwarb. 1998 schloss sie ein Master-Studium am Chelsea College of Art and Design in London mit Unterstützung eines DAAD-Stipendiums ab.

Pichl lebt und arbeitet in Berlin.

Werk

Andrea Pichls „Kiosk“ in Rostock

In ihrem Werk setzt sich Andrea Pichl mit verschiedenen Gattungen auseinander. Ihre künstlerische Praxis umfasst demnach Installationen, Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien, filmische Arbeiten sowie gefundene Objekte. Dabei gilt ihr Interesse vor allem dem Verhältnis von Architektur zu politischen, sozialen und historischen Prozessen und Umbrüchen. Ein besonderes Augenmerk legt Pichl dabei auf die Rolle von normierter Architektur und standardisierten Objekten, wie sie seit dem frühen 20. Jahrhundert gedacht und auch produziert werden. Ein herausragendes Element der Arbeit von Andrea Pichl ist dabei ihre Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR, wie sie sie u. a. im Jahr 2024 als erste Künstlerin mit ostdeutscher Biografie in der Ausstellung Wertewirtschaft im Hamburger Bahnhof in Berlin zeigte. Hier thematisierte sie die Zirkulation von Kunst und Waren zwischen Ost- und Westdeutschland und trat dabei in Dialog mit den Werken von Joseph Beuys.

Neben Installationen für Museen ist Andrea Pichl auch mit Skulpturen im öffentlichen Raum präsent, wie etwa mit dem „Kiosk“ vor der Rostocker Kunsthalle. Darüber hinaus wirkt sie als Kuratorin und hat mehrere Ausstellungen zu Künstlerinnen mit DDR-Bezug konzipiert.

Einzelausstellungen (Auswahl)

Werke im öffentlichen Raum

Preise und Ehrungen

Einzelnachweise

  1. ↑ about. In: Andrea Pichl. 18. September 2020, abgerufen am 3. März 2026.
  2. ↑ Andrea Pichl – bildungswerk. Abgerufen am 3. März 2026.
  3. ↑ Peter Richter: Wie aus dem Westen. Abgerufen am 3. März 2026.
  4. ↑ Der Frühstückstisch von Erich Mielke. Monopol, abgerufen am 3. März 2026.
  5. ↑ Kunsthalle Rostock. Abgerufen am 3. März 2026.
  6. ↑ Katrin Bettina Müller: Ausstellung im Schloss Biesdorf: Dem Verschwinden Form geben. In: Die Tageszeitung: taz. 21. Mai 2025, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 3. März 2026]).
  7. ↑ Claudia Ihlefeld: Die alltägliche Banalität des Bösen. In: stimme.de. Heilbronner Stimme GmbH & Co. KG, 23. April 2026, abgerufen am 25. April 2026.
Personendaten
NAME Pichl, Andrea
KURZBESCHREIBUNG deutsche bildende Künstlerin und Kuratorin
GEBURTSDATUM 14. Februar 1964
GEBURTSORT Haldensleben