Andrea Stuart ist eine barbadisch-britische Historikerin und Autorin. Sie wurde mit der Biografie The Rose of Martinique: A Life of Napoleon’s Josephine bekannt. Weite Aufmerksamkeit erlangte sie überdies mit Sugar in the Blood: A Family’s Story of Slavery and Empire.
Stuart wurde in der Karibik geboren und wuchs dort auf; sie studierte Englisch an der University of East Anglia sowie Französisch an der Sorbonne. Sie arbeitete anschließend als TV-Produzentin und als Rezensentin für The Independent. Seit den 2010er-Jahren war sie Writer in Residence an der Kingston University und unterrichtete an der Faber Academy. Im Jahr 2014 wurde Stuart als Fellow in die Royal Society of Literature gewählt.
Stuarts erstes Buch Showgirls erschien 1996 bei Jonathan Cape; es wurde 1998 als zweiteilige Dokumentation für den Discovery Channel adaptiert. Mit der Biografie The Rose of Martinique: A Life of Napoleon’s Josephine (UK-Ausgabe 2003 bei Macmillan) zeichnete sie das Leben der späteren Kaiserin Joséphine nach. Die US-Ausgabe folgte 2005 bei Grove Press. Für The Rose of Martinique erhielt Stuart den Enid McLeod Literary Prize der Franco-British Society (Jahresliste 2003). Ihr Familien- und Gesellschaftspanorama Sugar in the Blood: A Family’s Story of Slavery and Empire erschien 2012 im Vereinigten Königreich bei Portobello Books. Die US-Ausgabe wurde 2013 bei Vintage veröffentlicht. Das Buch verknüpft die Genealogie der Autorin – zurück zu ihrem Vorfahren George Ashby im 17. Jahrhundert – mit einer breiteren Geschichte von Migration, Zuckerökonomien und atlantischer Sklaverei. Die Kritik hob die sorgfältige Recherche und die Verbindung persönlicher Familiengeschichte mit der Entstehung kolonialer Gesellschaften hervor. Sugar in the Blood war 2013 in der Vorauswahl des OCM Bocas Prize (Sachbuch-Kategorie).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stuart, Andrea |
| KURZBESCHREIBUNG | barbadisch-britische Historikerin und Autorin |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |