
Andreas Deuschle (* 18. November 1978 in Nürtingen) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er ist seit 2011 Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg und seit 2026 Staatssekretär im baden-württembergischen Kultusministerium.
Andreas Deuschle studierte nach dem Abitur in Esslingen am Neckar an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen Rechtswissenschaften mit Abschluss des ersten juristischen Staatsexamens. Er war Referendar am Landgericht Stuttgart, legte das zweite juristische Staatsexamen ab und erlangte die Befähigung zum Richteramt.
Deuschle arbeitete von 2007 bis 2021 als Syndikus-Rechtsanwalt beim Energiekonzern EnBW, dabei seit 2011 in Teilzeit. Er ist zugelassener Rechtsanwalt.
Deuschle wurde 1999 zum Vorsitzenden der Jungen Union im Gebietsverband Deizisau-Plochingen gewählt. Von 2003 bis 2008 war er Mitglied des Landesvorstands der Jungen Union Baden-Württemberg. Im Landesverband Baden-Württemberg der Jungen Union war er Referent für inhaltliche Fragen. Als Mitarbeiter im Stab der CDU-Landesgeschäftsstelle war er für die Planung und Vorbereitung des Bundestagswahlkampfes der Südwest-CDU 2005 zuständig. Von 2008 bis 2010 war er Vorsitzender Richter am Landesschiedsgericht der Jungen Union. Zur Bundestagswahl 2009 wurde er von seiner Partei für Listenplatz 22 der baden-württembergischen CDU-Landesliste nominiert, erreichte jedoch kein Mandat. Seit 2021 ist er Vorsitzender des CDU-Kreisverbands Esslingen.
Bei der Landtagswahl 2011 trat er im Wahlkreis Esslingen an und gewann das Direktmandat mit 36,5 Prozent der Stimmen und einem Vorsprung von knapp zehn Prozentpunkten vor der zweitplatzierten Kandidatin von Bündnis 90/Die Grünen. Bei der Landtagswahl 2016 verlor Deuschle sein Direktmandat, zog jedoch als letzter verbliebener CDU-Abgeordneter eines städtisch geprägten Wahlkreises über ein Zweitmandat wieder in den Landtag ein. Dieses verteidigte er bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2021. Infolgedessen leitete er bei den grün-schwarzen Koalitionsverhandlungen zur Bildung der Regierung Kretschmann III die übergeordnete Verhandlungsgruppe „Digitalisierung und Innovation“.
Im Landtag war Deuschle ab 2011 digitalisierungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion sowie ab 2016 Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Von 2021 bis 2026 war er Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion. Innerhalb der CDU-Landtagsfraktion war er zudem Beauftragter für Angelegenheiten des Bundesrats. In der 17. Wahlperiode wirkte Deuschle im Landtag im Parlamentspräsidium, im Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie im für Rechts- und Verfassungsfragen zuständigen Ständigen Ausschuss als Mitglied mit.
Bei der Landtagswahl 2026 gewann Deuschle das Direktmandat in seinem Wahlkreis mit einem Stimmenanteil von 34,3 Prozent zurück. Danach leitete er bei den grün-schwarzen Koalitionsverhandlungen zur Bildung der Regierung Özdemir für die CDU die Verhandlungsgruppe „Justiz und Migration“. Am 13. Mai 2026 wurde er zum Staatssekretär im Kultusministerium ernannt.
Seit 2018 ist Deuschle Mitglied des Landesfachausschusses für Medien und Medienpolitik der CDU Baden-Württemberg und war zeitweise auch Mitglied des Bezirksvorstandes der CDU Nordwürttemberg. Zudem war er viele Jahre ehrenamtliches Mitglied im Medienrat und medienpädagogischen Ausschuss der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg. Auch dem Kuratorium der Hochschule für Technik Stuttgart gehörte er zeitweise an.
Andreas Deuschle ist evangelisch und wohnt in Esslingen am Neckar. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Im Jahr 2024 akzeptierte Deuschle einen Strafbefehl wegen Nötigung und Beleidigung im Straßenverkehr.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Deuschle, Andreas |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CDU), MdL |
| GEBURTSDATUM | 18. November 1978 |
| GEBURTSORT | Nürtingen |