
Andreas Fisahn (* 1960 in Soest) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler. Er ist seit Frühjahr 2004 Professor für Öffentliches Recht, Umwelt- und Technikrecht, Rechtstheorie an der Universität Bielefeld.
Nach der Schule und dem Zivildienst studierte Fisahn ab 1979 Jura sowie Philosophie, Geschichte und Sozialwissenschaften in Würzburg, Köln, Marburg und Göttingen. Er absolvierte 1987 das Erste und 1992 das Zweite juristische Staatsexamen. 1992 wurde er mit einer Arbeit zur Staat- und Rechtstheorie von Franz L. Neumann promoviert. In den Jahren 1995 bis 2001 war er an der Universität Bremen als wissenschaftlicher Assistent von Gerd Winter tätig. 2001 schloss er seine Habilitationsschrift Demokratie und Öffentlichkeitsbeteiligung ab. Seit 2004 ist er Professor an der Bielefelder Universität.
Fisahn ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac Deutschland. Er veröffentlicht Stellungnahmen in tagespolitischen Medien, z. B. in der Frankfurter Rundschau, der jungen Welt, dem Freitag oder der taz.
Fisahns Arbeitsschwerpunkte sind die kritische Staats- und Rechtstheorie, Demokratietheorie sowie Europa- und Umweltrecht. Das 2008 erschienene Buch Herrschaft im Wandel. Überlegungen zu einer kritischen Theorie des Staates ist sein wissenschaftliches Hauptwerk.
Er vertrat mehrere Verfassungsklagen, darunter laut Süddeutsche Zeitung eine gegen den EU-Vertrag von Lissabon und eine gegen den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). 2016 vertrat er die Verfassungsbeschwerde von Marianne Grimmenstein mit 68.000 Nebenklägern gegen das Freihandelsabkommen Ceta. Im Februar 2021 begründete er zusammen mit Wolfram Cremer die Verfassungsbeschwerde von Attac Deutschland gegen den Entzug der Gemeinnützigkeit.
Fisahn war Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fisahn, Andreas |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rechtswissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 1960 |
| GEBURTSORT | Soest |