Andreas Herrlein

Andreas Herrlein (Selbstporträt um 1800)

Andreas Herrlein (* 6. September 1738 in Kleinbardorf; † 2. Mai 1817 in Laibach) war ein deutscher Maler und Zeichenlehrer. Er stammte aus der Malerfamilie Herrlein.

Leben

Der aus Hammelburg stammende Vater von Andreas Herrlein war Bäcker und Fassmaler in Münnerstadt und ab ca. 1732 in Kleinbardorf. Von ihm erhielt Andreas wie auch seine älteren Brüder Johann Andreas Herrlein und Johann Peter Herrlein die erste Ausbildung in der Malerei. Wann Andreas Herrlein seinen Heimatort bzw. Deutschland verlassen hat, ist unbekannt.

Erstmals wird er aktenkundig durch seine Heirat in Karlovac, Kroatien, am 24. Mai 1763 mit Anna Elisabeth Thromartin (Dromart) und durch das Altargemälde „Krönung Mariä“, signiert: A. J. Herrlein Pinxit // 1763. Andreas Herrlein war von 1778 bis 1804 Zeichenlehrer an der 1775 von Maria Theresia gegründeten Normalka (Volksschule und Lehrerausbildungsstätte) in Laibach. 1794 wurde er Mitglied der Akademia Philo-Harmonicorum. Außerdem war er vor 1784 Unterschützenmeister , 1804 Oberschützenmeister (Direktor). Mit seiner Amtszeit verbindet sich der Bau eines von ihm initiierten neuen Schützengebäudes, heute Waldorfschule.

Von Andreas Herrlein sind ca. 250 Werke (Grafiken, Ölgemälde (Porträts, sakrale Gemälde)) bekannt. Seine Spezialität war die Porträtmalerei (s. u. Werke, Schützenporträts, gemalt 1804 für das neue Schützengebäude). Er schuf zahlreiche Porträts Laibacher Persönlichkeiten.

Wie seine Brüder auch, legte sich Andreas den Beinamen „Johannes“ bei und signierte viele seiner Werke demnach mit A. J. Herrlein, was in vielen deutschen oder slowenischen Publikationen zu Verwechselungen mit seinem älteren Bruder Johann Andreas führt.

Andreas Herrlein starb am 2. Mai 1817, nachdem seine Kinder, Tochter Elisabeth Lucia (Karlovac, 29.11. - 01.10.1768), Maria Rosalia (Laibach, 07.02.-13.06.1778), Johann Nepomuk Vinzenz (Laibach, 25.03. - 23.04.1779), sein Adoptivsohn Andreas Johannes (geb. Gorschina) (Karlovac, 30.01.1766-Laibach, 02.02.1785) und Julia Josepha, verh. Costa (!807) (Laibach, 16.02.1781-Juli 1808), sein Enkel Andreas Costa (Laibach, Juli 1808 - 01.08. 1808) , sowie seine Frau Anna Elisabeth (gest. Laibach, 30.07.1814) bereits vor ihm gestorben waren. Sein Nachlass erbte sein in Wien lebender Neffe Kilian Herrlein, Sohn seines Bruders Johann Peter Herrlein, sein Schwiegersohn Hieronymus Costa und seine Haushälterin Maria Anna Schumaz. Was testamentarisch keiner Person vermacht wurde, wurde am 2. September 1817 öffentlich versteigert.

Andreas Herrlein: Porträt von Sigmund Zois von Edelstein (Žiga Zois, 1747–1819)
Andreas Herrlein: Porträt von Adam Franz Freiherr Burich de Pournay (1732–1803)

Werke

Literatur

Commons: Andreas Herrlein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Personendaten
NAME Herrlein, Andreas
KURZBESCHREIBUNG deutscher Maler und Zeichenlehrer
GEBURTSDATUM 6. September 1738
GEBURTSORT Kleinbardorf
STERBEDATUM 2. Mai 1817
STERBEORT Laibach