Andreas Luckeneder

Andreas Luckeneder (1876)

Andreas Luckeneder (* 28. Dezember 1812 in Wien, Kaisertum Österreich; † 5. Mai 1890 in Wien, Österreich-Ungarn) war ein österreichischer Stadtbaumeister.

Leben

Andreas Luckeneder war der Sohn eines Schneidermeisters und eines Stubenmädchens, stammte also aus einfachen Verhältnissen. Nach dem Besuch der Pflichtschule machte er eine Maurerlehre bei Anton Hoppe und absolvierte daneben die Gewerbeschule. Nachdem er 1830 die Gesellenprüfung gemacht hatte, war er bei Hoppe Bauzeichner und später Polier. 1840 wechselte er zu Baumeister Leopold Mayr, bei dem er Bauleiter wurde. 1856 wurde Luckeneder mit Ablegung der Meisterprüfung und Erlangung der Baumeisterkonzession selbständig. Sein Unternehmen entwickelte sich äußerst erfolgreich. 1859 wurde er Bürger von Wien, 1875 k. k. Bauschätzmeister und Mitglied des Bezirksausschusses Leopoldstadt, wo er wohnhaft war. Eine ihm angebotene Kandidatur für den Wiener Gemeinderat lehnte er hingegen ab.

Seit 1872 arbeitete sein Sohn Oswald Luckeneder in der väterlichen Firma mit. Nach längerer Krankheit starb Luckeneder im 78. Lebensjahr und wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof beerdigt.

Wirken

Andreas Luckeneder war ein sehr erfolgreicher Wiener Stadtbaumeister, dessen Firma zahlreiche Bauten bekannter Architekten ausführte, aber auch Wohnbauten nach eigenen Entwürfen errichtete. Die frühen Bauten zeigen meist einfach gegliederte spätklassizistische Fassaden, die späteren entsprechen dem historistischen Anforderungsprofil plastischer Formgebung, meist in der Art der Neorenaissance.

Radetzkyplatz 1 (1871–1873)
Liebiggasse 4 (1881–1882)
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Personendaten
NAME Luckeneder, Andreas
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Stadtbaumeister
GEBURTSDATUM 28. Dezember 1812
GEBURTSORT Wien, Kaisertum Österreich
STERBEDATUM 5. Mai 1890
STERBEORT Wien, Österreich-Ungarn