
Andreas Malm (* 1977 in der Gemeinde Mölndal) ist ein schwedischer Humangeograph, Humanökologe, Klimaschutzaktivist, Politikjournalist und Sachbuchautor. Er lehrt als Senior Lecturer im Master-Studium Humanökologie an der Universität Lund.
Als politischer Journalist war Malm der syndikalistischen Sveriges Arbetares Centralorganisation verbunden und schrieb für die wöchentlich erscheinende anarchosyndikalistische Zeitung Arbetaren. 2010 trat er in die trotzkistische Socialistiska Partiet (SP) ein und begann für deren Wochenzeitung Internationalen zu schreiben. Malm ist zudem Autor des sozialistischen US-amerikanischen Magazins Jacobin.
Als Sachbuchautor setzte er sich anfangs kritisch mit der Nahostpolitik auseinander und wandte sich dann dem Zusammenhang von Klimakrise und Kapitalismus zu. Rahel Jaeggi nennt ihn eine prominente Stimme eines erneuerten ökologischen Marxismus.
Basierend auf seinem gleichnamigen Buch entstand 2022 der Thriller How to Blow Up a Pipeline, inszeniert von Daniel Goldhaber. Die Uraufführung erfolgte am 10. September 2022 beim Toronto International Film Festival 2022 in der Sektion Platform.
Sein Buch Der Fortschritt dieses Sturms. Natur und Gesellschaft in einer sich erwärmenden Welt (2021) stelle „ein einziges langes Gefecht gegen den Latourianismus“ dar, schreibt Peter Sloterdijk.
Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel 2023 geriet Malm in die Kritik, da er das Massaker der Hamas lobte. In der Vergangenheit hatte sich Malm bereits positiv auf die PFLP bezogen sowie Bewunderung für Mohammed Deif, den Anführer des militärischen Arms der Hamas, kundgetan. Später verbreitete er die Theorie, die Erderwärmung hänge auch mit dem Zionismus zusammen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Malm, Andreas |
| ALTERNATIVNAMEN | Malm, Andreas Samuel Magnus |
| KURZBESCHREIBUNG | schwedischer Humanökologe, Journalist und Autor |
| GEBURTSDATUM | 1977 |
| GEBURTSORT | Mölndal (Gemeinde) |