Andreas Neumeister

Porträt von Andreas Neumeister vor weißgestrichener Ziegelwand, 2022
Andreas Neumeister (2022)

Andreas Neumeister (* 16. September 1959 in Starnberg; † 2. November 2026 in München) war ein deutscher Schriftsteller.

Leben

Andreas Neumeister studierte nach dem Abitur Ethnologie an der Universität München. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit betrieb er mit Christos Davidopoulos den mobilen Nachtclub „Medley“. Er lebte zuletzt in München.

Andreas Neumeister galt als Vertreter einer Spielart der Popliteratur, die formal in der Nachfolge von Autoren wie Rolf Dieter Brinkmann steht, allerdings auch neuere Entwicklungen wie die Rap Poetry verarbeitete. In seinen collagenhaften Texten zeichnete er ein Bild der deutschen Gegenwartsrealität; breiten Raum nimmt im Werk des passionierten Musikkonsumenten Neumeister auch die Medienrezeption ein. Sein zuletzt erschienenes Werk, Könnte Köln sein, untersucht den Zusammenhang von Architektur, Politik und Geschichte und beschreibt Metropolen wie Berlin, Rom, Paris, New York oder Moskau.

Andreas Neumeister erhielt 1993 den Förderpreis zum Alfred-Döblin-Preis sowie 1996 den Bayerischen Förderpreis für Literatur. 1999 wurde ihm ein Literaturstipendium in der Villa Massimo in Rom zuerkannt.

Anfang November 2026 starb er im Alter von 67 Jahren.

Werke

Hörspiele

  • ... und die Sirenen heulten lichterloh. BR, 1992.
  • Prima Leben Und Sparen. BR, 1998, zusammen mit 'Dolores' (d. i. Ronald und Robert Lippok)
  • Angela Davis löscht ihre Website. BR, 2004.
  • MYA – über die Zukunft des Kapitalismus war alles bekannt. BR, 2010.

Herausgeberschaft

Ausstellungskataloge und Künstlerbücher

Einzelnachweise

  1. ↑ Moritz Baßler: Seine Texte wollen nicht Bild werden, sondern Laut. Nachruf in Taz online vom 3. November 2026, abgerufen am 3. November 2026.
  2. ↑ Martin Zeyn: Popliterat der ersten Stunde: Andreas Neumeister ist gestorben. In: BR 24. Bayerischer Rundfunk, 3. November 2026, abgerufen am 3. November 2026.
  3. ↑ Villa Massimo 1999. In: Stipendien. Deutsche Akademie Rom - Villa Massimo, abgerufen am 21. August 2019.