Andreas Rumler

Andreas Rumler 2009 bei einer Lesung im Lenau-Forum, Köln

Andreas Rumler (* 13. Februar 1955 in Bremen) ist ein deutscher Autor und Journalist.

Leben

Andreas Rumler studierte Germanistik, Politologie und Geschichte in München und Tübingen. Anschließend erhielt er in Köln eine Rundfunk-Ausbildung bei der Deutschen Welle und war dort einige Zeit als Redakteur tätig.

Rumler ist Autor von wissenschaftlichen Biografien und Essays, Reiseführern, Hörspielen, Lyrik und Prosa. Er hat freiberuflich als Reisejournalist, Kultur- und Literaturkritiker für verschiedene Hörfunkanstalten gearbeitet und verfasste Beiträge für Handbücher wie das KLG oder Harenbergs Lexikon der Weltliteratur sowie in text + kritik.

Er ist u. a. Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, des Niederdeutsch-Friesischen PEN-Zentrums, der internationalen Goethe-Gesellschaft in Weimar, der Varnhagen-Gesellschaft, der europäischen Autorenvereinigung Die Kogge sowie des Pegnesischen Blumenordens von 1644.

Neben seiner Tätigkeit als Autor unterrichtete Rumler an dem Berufskolleg in Alsdorf.

Rezeption

Wilhelm von Sternburg zieht dieses Fazit zu Exil als geistige Lebensform in seiner Rezension Der Erfolgreiche und das Genie in der Frankfurter Rundschau:

„Es ist jedoch nicht nur das ‚Arbeitsbündnis‘ dieser beiden Intellektuellen, von dem Rumler berichtet, sondern er erzählt auch von dem Drama des Exils, in das ein bedeutender Teil der deutschen Geisteselite nach 1933 gezwungen wurde. Feuchtwanger und Brecht [...] haben …mutig das Wort gegen die Gewalt gesetzt. Thomas Mann sprach einst von ‚Lübeck als geistige Lebensform‘, um die Nachwirkungen seines Heranwachsens in der Hansestadt auf sein Schaffen und Denken zu unterstreichen. Rumler hat diesen Gedanken mit Bedacht und treffend als Titel für seinen Essay gewählt.“

Hanna Styrie urteilte in der Kölnischen Rundschau vom 17. Juli 2007 über die Erft-Land-Splitter:

„Längst hat Rumler großen Gefallen an der Lyrik gefunden und beweist in den ‚Erft-Land-Splittern‘ atmosphärisches Gespür und Sprachgefühl. In knappen bildhaften Zeilen beschreibt er die Zerstörung der Landschaft: ‚monströse riesen höher als kirchen länger als alles/ringsum walzen äcker wiesen bäume nieder‘ und ihre Begleiterscheinungen: ‚gestohlen die satellitenschüssel was brauchbar scheint/findet neue besitzer straßenlaternen beleuchten ruinen.‘ [...] Rumler selbst bekommt die Auswirkungen aus nächster Nähe zu spüren, denn der Bagger ‚schaufelt uns sand in die augen‘ und ‚lässt meine zähne knirschen und wirft kohle durch alle ritzen ins haus‘. Dennoch empfindet er seine Gedichte als ‚kleine Liebeserklärung‘ an die Region.“

Über die Novelle Das ewig Weibliche schrieb Dietmar Fratz in Vier Tage in Tübingen im Kölner Stadt-Anzeiger:

„Mit dezentem Charme, Witz und Offenheit erinnert sich der Autor an die Zeit des freigeistigen Diskurses. In dem Mikrokosmos wurde diskutiert, debattiert und philosophiert, ein mit heutigem Blick schrulliger Verbindungskommers zelebriert, und eine alkoholgeschwängerte Kahnfahrt auf dem Neckar endete nach erwartbarem Kentern in den Fluten des Neckars. [...] Am vierten Tag gibt es, jetzt wieder Roman, ein schnell erzähltes Happy End mit Raum für Fantasie.“

Einzelveröffentlichungen

Hörspiele (Auswahl)

Commons: Andreas Rumler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Lehrer - BFA Luftfahrt. Abgerufen am 8. Mai 2020.
  2. ↑ Frankfurter Rundschau, 3. Januar 2017, S. 34.
  3. ↑ Kölner Stadt-Anzeiger, 13. August 2026, S. 22 (Teil-Ausgabe: Rhein-Erft-Kreis-Bergheim).
Personendaten
NAME Rumler, Andreas
KURZBESCHREIBUNG deutscher Autor und Journalist
GEBURTSDATUM 13. Februar 1955
GEBURTSORT Bremen