| Animal Save Movement | |
|---|---|
| Gründung | 2011 in Toronto, |
| Gründer | Anita Krajnc |
| Schwerpunkt | Tierschutz, Tierrechte |
| Methode | Mahnwachen |
| Website | www.thesavemovement.org |
Das Animal Save Movement ist ein internationales Netzwerk von Tierrechtsgruppen, die Mahnwachen vor Schlachthöfen abhalten.
2011 gründete die Aktivistin und Politikwissenschaftlerin Anita Krajnc Toronto Pig Save. Sie hatte zuvor mit ihrem Hund Mr. Bean auf einem Spaziergang Schweinetransporter gesehen und fand, dass Schweine genauso leben sollten wie ihr Hund. Seither finden in Toronto regelmäßig sogenannte Vigils (Mahnwachen) vor Schlachthöfen statt, bei denen Aktivisten friedlich Tiertransporte in Schlachthöfe bezeugen (bear witness), Schilder halten und den Tieren bei Wartezeiten Wasser geben. Das Animal Save-Konzept verbreitete sich in der Folge weltweit. Dabei bezieht sich die Bewegung auf den russischen Schriftsteller Leo Tolstoi, der seinerseits als Vegetarier Schlachtungen in einem Schlachthof in Tula beigewohnt und beschrieben hatte.
Über einen Gerichtsfall, bei dem Krajnc dafür angeklagt wurde, Schweine bei einer Mahnwache Wasser gegeben zu haben, wurde ab 2015 international berichtet. Sie wurde freigesprochen.
2020 wurde Aktivistin Regan Russel bei einer Mahnwache in Burlington, Kanada von einem Schweinetransporter erfasst und getötet. Ihr Tod löste internationale Proteste aus und wurde von Shaun Monson in einem Dokumentarfilm thematisiert.
Zum Animal Save Movement gehören laut eigenen Angaben über 100 Gruppen in mehr als 30 Ländern. Die Organisation ist dezentral in sogenannten Chaptern organisiert. Nebst Toronto sind oder waren auf dem nordamerikanischen Kontinent Gruppen in Manitoba, Chicago, Las Vegas oder Guadalajara aktiv. 2020 bewahrte Schauspieler und Veganer Joaquin Phoenix kurz nach seiner Oscar-Verleihung bei einer Mahnwache von Los Angeles Animal Save ein Kälbchen vor der Schlachtung.
Weitere Ableger bestehen etwa in Nepal, auf den Philippinen, in Australien, Argentinien und Uruguay.
In Europa wurden Mahnwachen von Animal Save-Gruppen in England, den Niederlanden, Frankreich, Italien oder Tschechien organisiert.
In Deutschland gibt es Gruppen in Aschaffenburg, Berlin, Bielefeld, Hamburg, Rottenburg oder Stuttgart. 2020 besetzten in Berlin Dutzende Mitglieder der Animal Save-Gruppe den Wiesenhof-Schlachthof. 2023 übergab Rhein-Main Animal Save eine Petition mit 114.000 Unterschriften für die Schließung eines umstrittenen Aschaffenburger Schlachthofs an den Oberbürgermeister der Stadt.
In der Schweiz fanden Mahnwachen von Animal Save-Gruppen in Basel, Luzern, Thun, im Tessin oder in Zürich statt.
In Österreich fanden Aktionen in Wien und Graz statt.