
Anka Feldhusen (* 1966 in Elmshorn) ist eine deutsche Diplomatin. Sie war bis 2026 Beauftragte für zivile Krisenprävention und Stabilisierung im Auswärtigen Amt. Vorher war sie von Juli 2019 bis Juli 2023 Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Kiew, Ukraine.
Anka Feldhusen legte ihr Abitur 1985 an der Kieler Gelehrtenschule ab und studierte anschließend Politikwissenschaften, Slawistik und Anglistik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (1985–1987) und am Institut d’études politiques de Paris (1987–1990), wo sie ihr Diplom erhielt.
Nach erfolgreich absolviertem Auswahlwettbewerb des Auswärtigen Amts nahm sie an der Attachéausbildung für den höheren Auswärtigen Dienst in der Aus- und Fortbildungsstätte des Auswärtigen Amtes in Bonn-Ippendorf (1993–1994) teil.
Von 1994 bis 1997 war sie Presse- und Protokollreferentin der Botschaft in Kiew (Ukraine). Ein Masterstudium im Fachbereich „Internationale Beziehungen“ absolvierte sie von 1997 bis 1998 an The Fletcher School of Law and Diplomacy in Medford (USA).
Von 1998 bis 2001 war sie Protokollreferentin des Auswärtigen Amtes in Bonn und Berlin. Während dieser Zeit leitete sie im Jahr 2000 für zwei Monate das Büro des Auswärtigen Amtes in Prizren in der damaligen Bundesrepublik Jugoslawien. Anschließend war sie Referentin im EU-Koordinierungsstab am Auswärtigen Amt Berlin (2001–2002), ständige Vertreterin des Leiters der Botschaft Havanna (Kuba; 2002–2005) und Leiterin der Fortbildung des Auswärtigen Amtes Berlin (2005–2009). Nach einem neunmonatigen Sprachkurs wurde sie ständige Vertreterin des Leiters der Botschaft in Kiew (2010–2015), sie spricht seitdem fließend Ukrainisch. Anschließend wurde sie Referatsleiterin Ostafrika des Auswärtigen Amtes Berlin (2015–2016) und Referatsleiterin der Abteilung Grundsatzfragen der Außenpolitik des Bundespräsidialamtes Berlin (2016–2019).
Im Juli 2019 übernahm sie zum dritten Mal einen Posten an der deutschen Vertretung in Kiew, nun als Botschafterin. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine und der Evakuierung der dortigen Botschaft im Februar 2022 wurde Feldhusen zunächst in Urlaub geschickt und ihre Mission durch den kurzfristig aus Griechenland abberufenen Botschafter Ernst Reichel von Zamość (Polen) heraus vertreten. Später koordinierte sie von Rzeszów und Zamość aus Hilfslieferungen für die Ukraine. Im Mai 2022 kehrte sie in die Botschaft in Kiew zurück. Nach einigen Monaten Spekulationen wurde Feldhusen am 17. Juli 2023 im Amt der Botschafterin von Martin Jäger abgelöst. Bis 2026 war Feldhusen im Auswärtigen Amt Unterabteilungsleiterin (Beauftragte) für zivile Krisenprävention und Stabilisierung. 2026 wurde Feldhusen zur Wirtschafts-Ombudsfrau in Kiew ernannt und dafür vom Auswärtigen Amt beurlaubt.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Ernst Reichel | Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kiew 2019–2023 | Martin Jäger |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Feldhusen, Anka |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Diplomatin |
| GEBURTSDATUM | 1966 |
| GEBURTSORT | Elmshorn |